Früchte und Saainen.
1965
zeit, auf der untern blässer. mit dicken Nerven und netzförmigenAdern. In Indien und Arabien wird die Pflanze häufig- gebraucht.Man mengt sie unter den Tabak zum Rauchen, und benutzt sie auch,um die Haare der Frauen zu parfümiren, stopft sie in Kissen undPolster, welche vor Ansteckung' sichern, und das Leben verlängernsollen. Mit dem Oele werden Kleider wohlriechend gemacht. (Auseiner englischen Zeitschrift im pharmaceut. Central!)!. 1839. p. 75.)
E. Früchte und Saamen.
Semen Chia. Nach Herrn Dr. Schiede wird unter dem Na-men Chia in den Kramläden von Jalapa der Soame einer Pflanze feilgeboten, welche im Staate La Puebla eultivirt wird. Mit Wasserniacerirt liefern sie eine schleimige Flüssigkeit, welche mit Kuckerversüfst. als ein angenehmes Getränk dient. Herr v. Schlechtendalglaubt, dafs es die Achenien der Salvia hispanica sind. BrandesArchiv Bd. 32. pag. 177.
Semen Geinorag. Nach Göhel kleine schmutzig-gelbe, denSeminibns Psyllii sehr ähnliche Saamen, wahrscheinlich von PlantagoIspaghula Roxb. Sie dienen zu einem kühlenden Aufgusse.
Kafal : ein arabisches Arzneimittel; nach Buchner eine halb-runde, aber mit einem kleinen Nabel versehene, auf der untern Seiteflache, anfsen schwarzbraune, glatte und etwas glänzende, innenheller braune, geruch- und geschmacklose Frucht, von der Gröfseeiner Muskatennufs.
Kolobar. Ein persisches Arzneimittel; nach Göbel die aro-matischen Achenien einer Schirmpflanze, wahrscheinlich ein Hera-cleum, sie sind aufsen etwas behaart, mit vier Oelstreifen, innenflach, mit starker Mittelfurche und zwei Oelstreifen.
Nahua: die Frucht einer arabischen Dolde, »n Gröfse undGestalt den Achenien der Petersilie ähnlich, gelbliehbraun, ange-nehm gewürzhaft riechend und schmeckend. Nach Büchner wärensie identisch mit dem Semen Ammeos von Ptychotis coptica Dec.
Nilafar. Saamen aus den Sumpfgegenden Persiens; es sindnach Göbel schwarzgrüne, innen weifse, dreikantige, linienlangeKörner, mit einer convexen und zwei platten Seiten, ohne Geruch,von einem der Senega ähnlichen Geschmacke. Sie sollen von einemConvolvulua oder Ipomoea stammen, vielleicht I. repens, und diu-retische Eigenschaften haben.
Pacova. Unter diesem Namen erhielt Guibourt von TheodorMartius eine aromatische Frucht, die als Gewürz in Brasilien dientund der Form nach den schwarzen Brustbeeren oder Sebestenenähnlich ist. Wie diese ist sie länglich, an beiden Enden dünn zu-gespitzt, undeutlich vierseitig, aber oft unförmlich und durch dasTrocknen gerunzelt. Von den Sebestenen unterscheidet sich dieseFrucht durch ihre Kleinheit, da sie nur 4—6 Linien lang ist, durchihren Geruch und starken Pfeffergeschmack, endlich durch die Dis-