1964
Kräuter und Blätter.
II
Ans den stammen werden Balken geschnitten, die sehr zweck-mäfsig zum Häuserbau verwendet werden können. Die Blätter sindsehr bitter, und können mit Vortheil gegen Wecbselfleber gebraucht■werden Dazu dienen in Peru die Blätter einer verwandten Art, näm-lich der Kageneckia lanceolata Ruiz et Pavon, diese sindlanzettförmig oder umgekehrt-eiförmig, häutig (nicht lederartig),1—3 Zoll lang, 1—1 '/% Zoll breit und variiren in der Gestalt vonder Form der Blätter der Salix myrsinites an, bis zu denen der S.trisndra. Der Stamm des Baumes ist niedriger, als bei K. oblong»
und die Blumen stehen in Doldentrauben.-------- Jameson new Edinb.
philos. Journal January — Marcb 1831. pag. 231.
Herba lanuginosa. Brasilisches Wollkraut, voneiner Pflanze stammend, die schon Piso erwähnt, und als ein Mittelgegen Bauchihisse geschätzt, doch bei uns ganz unbekannt.
Derba Mamita. Ein aus Arabien stammendes Kraut, dasgraulichgrün, etwas filzig, ziemlich steif, leicht zerrciblieh ist, ei-nen kaum merklichen Geruch und schwach schleimig bitterlichen,wenig gewürzhaften Geschmack hat, wie die Blätter mancher La-biaten. Pharmaeent. Centralbl. 1839. p. 314.
Herba seil Folia Maticae, Matico. Eine peruvianischePfeft'erart, deren herzförmige , filzige, zu einem groben Pulver zer-etofsene Biälter nach Bf. Frow äufserlich als ein adstringirendes undstiptisobes Mittel applicirt werden. Hie Herren Merat und Lens be-schreiben diese Blätter folgendermafsen: -Sie stehen abwechselnd,sind lang, netzartig geädert, von Nerven durchzogen, unten weichbehaart. Wenn man sie zwischen den Fingern reibt, so ist ein aro-matischer minzenarfiger Geruch bemerkbar, anfangs haben sie einenkaum merklichen, hinterher aber einen etwas bittern und scharfen,nicht stiptiseben Geschmack. Das kalte wässerige Infusum ist gelb-lich und fast geschmacklos Diese Matiea soll als ein höchst kräf-tiges Adstringens verwundete Blutgefäfse, wie bedeutend auch dieOefinung sey, auf das schnellste schliefsen und somit die Blutungstillen. (Dict. de Mat. med. IV. 254) Nach Virey (Journal dePharm. Avril 182'». p. 219.) kommen diese Blätter von Piper asperi-foliura Bobs et Pavon, Man sehe auch Ritter Erdkunde. Bd. 5.pag. 864.
Herba moJuccnna. Eine auf den moluckischen Inseln ein-heimische , wahrscheinlich zu den Compositen und in die Gruppe derRadiaten gehörende Pflanze, die als Wundmittel benutzt wird.
nerba Pncha Pat. Die Blätter eines Gewächses aus der Fa-milie der Labiaten. Die Stengel sind stumpf vierkantig, etwas flei-schig und mit weichen blassen Haaren bedeckt, wodurch sie eingrauliches Ansehen erhalten. Alle jungen TheiJe der Pflan/.e er-scheinen dicht »ellig. Die gegen über stehenden Blätter sind gestielt,eiförmig, stumpf, grob und stumpf gelappt, gekerbt, 2—^4 Zolllang, am Grunde die unteren fast herzförmig ausgeschnitten, dieoberen keilartig verschmälert, auf der obern Seite schwach gerun-