Krauter und Blätter.
1963
L ignum Palmsir um. Palme nholz. Das des Handelskommt aus Gujana; es ist hart, sehr schwer und aus holzigen,schwarzen, sehr dichten Fasern auf grauem Grunde gebildet. Wahr-scheinlich kommt es von Palmier Bache des Anblet, welches eineArt Sagobaum zu seyn scheint. Man macht sehr niedliche eingelegteArbeiten daraus. — (Guibourt 1. cit. p. 638.)
D. Kräuter und Blätter.
Herba a nti dy senterica. Javanisches RuhrkrautKleine, verkehrt-eiförmige, haarige Blätter, zu dreien . ternata) aneinem dünnen kriechenden Stengel sitzend, weder durch besondernGeschmack noch Geruch ausgezeichnet. Die Pflanze wachst in denHochlanden von Java und wird zum Verkaufe auf den Markt ge-bracht. Adstringirende und schleimige Bestandteile scheint diesesKraut nicht zu besitzen/ niehts desto weniger ist es ein herrlichesMittel gegen die Ruhr. Waitz, Praktische Beobachtungen aber ei-nigejavanische Arzneimittel pag. 46".
Folia Carobae. Caroba-, Caroüiba- oder C'araiba-Blätter.Sie kommen aus Gujana und Brasilien und wurden durch Schimmel-huseh 1828 auch in Deutschland bekannt. Die Blätter, noch theil-weise mit den Stengeln gemischt, sind mehrere Koll lang, schmutziggrünbraun, die jüngeren hellgrün ; die Mittelrippe tritt ziemlich starkhervor und ist röthlichbraun. Die Blatter riechen schwach dumpfigunil schmecken bitterlich, wenig schleimig; sie sollen, wie mansagt, von Jacaranda procera Jussieu (Bignonia Copaja Aublet oderB - procera Willdenovv) kommen. Man sehe Magazin für Pharm.Bd. 28. p. 191. Nach. Buchner enthält das Kraut eisengrünendenGerbestoff, Chlorophyll und einen in Wasser und Weingeist löslichenbitlern Stoff. (Dessen Repertorium XXXI 401.)
Folia Kageneckiae. Die Kagcn eckia oblong» Ruizet Pavon ist ein sehr hoher immergrüner Baum, dessen Stellungim natürlichen IMlnnzensystcme ungevviis ist (Spiraeaceae?). Erwächst auf den Gebirgen von Chili in der Nähe der Stadt Conceptionwild, und blüht vom August an bis in den December. Man nenntihn gewöhnlich Guayo Coloredo, oder Molina I/iday. SeineBlätter sind gestielt, länglich, oder umgekehrt-eiförmig, gesägt,und die Sägezähne an der Spitze drüsig, diese fällt gewöhnlich ab,weshalb die Blätter stumpf erscheinen, und daher von den Schrift-stellern als obtuse serrata beschrieben werden; übrigens sind sielederartig', steif, glatt, unten blasser und fast graugrün, an derBasis schmäler, die starke Mittelrippe sehr hervorstehend, 1—3Zoll lang und von zahlreichen sehr ästigen Adern durchwebt. DieBlattstiele sind kaum 3 Linien lang, der Rand an beiden Seilen her-vorstehend und gezähnt. Die ßlnraen stehen einzeln an der Spitzeder Zweige, sie sind '/j Zoll lang, eckig und fein behaart. DieFrucht besteht aus fünf Balgkapscln. die denen der Gichtrose ähn-lich sind.