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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1950
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Aurantiaceae.

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chcnland und die Inseln des Archipels gelangen, wo er sich allinälig an dasKlima gewohnt habe , und dann nach Ilalien übergesetzt worden wäre. Anderebehaupten, er sey durch Maurilanien und Shcrien gekommen, von wo er sichdurch das übrige südliche Europa verbreitet habe So wird auch behauptet;, derOrangenbaum sey zuerst im Jahre töao durch Johann de Castro nach Portugalgebracht werden. Ja man sagt, der erste Orangenbaum, aus dem alle übrigein Europa gezogen word-n se en , habe sich lange zu Lissabon im Besitze derGrafen von Saint - Laurent befunden CA. F. Aulagnier Diction. des Alimens.Paris iÖJq. pag 486.) Nach Frankreicb kam derselbe erst in den letzten Jahr-hunderlen, und die INamen, die mehrere Varietäten tragen, lassen mit Wahr-scheinlichkeit schliefsen, dafs er von Portugal aus dahin gelangt sey (Risso).Man vergleiche auch Link, die Urwelt und das Aiterthum, 2. Ausg. Bd 1. pag.433. Caesalpin, der im 16. Jahrh. in Florenz lebte, führt ausdrücklich diesüfse Pomeranze oder Orange an , ja der noch ältere Hieronyinus Tragus unter-scheidet schon butre und süfse Pomeranzen , und bemerkt noch, dafs einige Bür-ger in Strasburg und Metz sich aus Liebhaberei Bäumchen aus <ien Saamen er-zogen hätten Dafs die Apfelsine erst im 16 Jahrhunderte nach Deutschlandkam, geht bestimmt aus einer Stelle bei Johann Bauhin (f 1613) hervor, wo esheifst: Est insuper in Europam nuper invectum Aurantii epoddam genus escu-lentuni , saporis delicatissimi, cujus etiam cortex una cum carne comeditur.

Citrus decumana L. Pompelmus-Citrone, Paradiesapfel. Ein inOstindien einheimischer, wie Decnndolle bemerkt, nicht gehörig bekannter,doch im südlichen Amerika cultivirter, der Pomeranze ähnlicher Baum,mit geflügelten Blattstielen, stumpfen ausgerandeten Blättern und sehrerolsen dickschaligen Früchten. Nach Rumph hat die Frucht ungefährdie Form eines Apfels und die Gröfse eines Mannskopfs , die Schale isthöckerig, gefleckt und mit kleinen Punkten bezeichnet, gelb, aber nichtso lebhaft wie bei den Citronen, sondern blässer, zolldiek, schwammig,weifslich, trocken, bitter und haucht einen gleichsam schwefelartigen Ge-ruch aus Die innere in i5 16 gröfsere oder kleinere Fächer getheiltePulpe ist purpurröthlich, wie die Granatfrucht, saftig, von weinsäuerli-chem Gesrhmacke; bei vollkommener Reife wird sie süfslieh, ungefährwie Johanmstrauben. Die Saamen sind einen halben Zoll lang und langer,fehlen aber nicht selten gänzlich. Die Pulpe der Frucht wird mit Mala-gawein und Zucker gegessen, aber man mufs sich hüten, die Pulpe mitdem Messer zu berühren, mit dem man die Schale zerschnitt, deren Bit-terkeit ihr dann mitgetheilt würde.

Diese wahre Pompelmus seheint häufig mit dem oben beschriebenenCitrus auratus pomum Adaini Risso verwechselt worden zu sejn,namentlich dürfte dahin gehören Citrus decumana Sie her, welcheauf Kreta niedrig gezogen wird und die Lieblingszierde der türkischen Gär-ten ausmacht. Man könnte sie, wie Sieber meint, Melonen- oder Kür-bis-C itro nen heifsen. Von der Last von 3 4 Stücken scheint dasBäumehen brechen zu wollen. Sie erreichen die Grftfse von 1 Fufs bis16 Zoll im Durehmesser und 6 7 Pfund an Gewicht. Ihre Schale istausnehmend dick und das Fleisch sehr sauer; letzleres wird weggeworfen,die Schale aber gilt als Delicatesse. (Reise nach Kreta Bd. 2. pag. 78.)

Bergera Königii L. Mttrraya Königii Sprengel, in die DecandriaMonogynia gehörend. Ein in Ostindien einheimischer ansehnlicher Baum,mit lanzettförmigen, spitzen am Rande gesägten, weich behaarten Blättern.Die zahlreichen, wohlriechenden Blumen stehen in ausgebreiteten Rispen,sie haben einen fünftheiligen Kelch, fünf ausgebreitete weifse Blumenblät-ter. Der zweifächerige Fruchtknoten trägt einen verlängerten, dünnenGriffel, mit kreiseiförmiger, grüngestreifter Narbe, und hinterlälst kleine,fast runde, kirschenähnliche, purpttrrothe Früchte, die gewöhnlich nurcinfächerich sind und einen einzigen Saamen einschließen. Die indischen