Anrantiaceae.
1951
Aerztc benutzen die "Wurzel und die Rinde als ein reizendes Mittel, äus-serlich wenden sie dieselbe bei Hern Bisse giftiger Thiere an. Die grünenBlätter werden innerlich gegen die Ruhr gegeben und auch äufserlich ge-gen verschiedene Hautausschläge benutzt.
Fcronia Elepiiantum Gorrea, Crataeva Valanga König; in dieMonadelphia Decandria gehörend. — Elephantenapfel. — Ein in Ostindieneinheimischer grofser Baum, mit gefiederten Blättern. Jeder Blattstiel trägtzwei oder drei Paar vermehrt eiförmige glänzende, etwas gel<erbte Blätter.In den Blattwinkeln und an den Enden der Zweige stehen in Doldentrau-ben, die zusammen Rispen bilden, die kleinen weilsen Blumen. Sie ha-ben einen f'ünfspaltigcn Kelch, fünf Blumenblätter und an der Basis brei-tere Und miteinander verwachsene Staubfäden, deren längliche, vierseitigeStaubbeutel rötblich sind. Der fünffacherige auf einer Neetarseheibe siz-zende Fruchtknoten hat eine fast sitzende fünflappige Narbe und hinter-läfst apfelgrofse, grün und weifs punetirie Früchte, die in einer breiarti-gen fünftacherigen Pulpe viele Samen enthalten. Blätter und Blumenhauchen einen sehr angenehmen Anisgeruch aus und dienen als ein aro-matisches Magenmittel." Die säuerlichen Früchte werden gegessen. DieRinde des Stammes und der Aeste sondert nach gemachten Einschnittenein Gummi ab, das die Stelle des arabischen vertreten kann.
Aegle M armelos Correa, Crataeva Marmelos L.; in die Polyan-dria Monogynia gehörend. Ein in Ostindien einheimischer und häufig cul-tivirter dorniger Baum, mit dreizählig gefiederten Blättern; die Blältcbensind ungleichseitig, am Rande gekerbt, länglich, das endständige gestieltund gröfser, die seitlichen sitzend, kleiner, alle glatt. Die ziemlich gros-sen, weifsen, wohlriechenden Blumen stehen in den Blattwinkeln, so wieam Ende der Zweige, in 6 — 7blüthiijcn Trauben. Der Kelch ist vierzäh-nig, die Corolle besteht aus 4— 5 Blumenblättern; Staubfäden sind 3o —/fO und mehr vorhanden; sie haben längliche Staubbeutel. Der acht- bisfünfzehnfäcberige Fruchtknoten trägt auf einem kurzen, dicken Griffel diekopfige Narbe, und hinterläfst eine apfelgrofse Frucht, mit gelblicbgrüner,fester, später fast holziger Schale. Innerhalb ist sie in io— i5 Fächergetheilt, derer, jedes in einem sehr zähen, gelben und klebrigen Brei 6 —io oval längliche, etwas zusammengedrückte weifse Saamen enthält. Wur-zel und Rinne dienen gegen Verdauungsheschwerden und andere Krank-heiten des Darmkanals, Blätter und Blumen wendet man gegen Engbrü-stigkeit und ähnliche krampfhafte Leiden an. Die säuerlich süfsen, wohl-schmeckenden Früchte werden roh, oder auf mancherlei Weise zubereitetgenossen
Cookia punctata Retz. Der Wampibaum; in die Decandria Mo-nogynia gehörend. Ein ansehnlicher , in Ostindien und China einheimischerBaum, mit gefiederten Blättern. Jeder Hauptblattsticl trägt 7—9 Paareschief oval-längliche, zugespitzte, ganzrandige, glatte, an den Nerven derunteren Seite rauh anzufühlende Blätter. An den Enden der Zweige ste-hen in grofsen ausgebreiteten Bispen die kleinen weifsen Blumen; sie ha-ben einen vier- bis fünfspaltigen Kelch, eben so viele Blumenblätter, dieetwas kahnartig gebogen sind; die 8—10 Staubfäden tragen rundliche An-tbcren. Der drüsig zottige in 4 —5 Fächer getheilte Fruchtknoten trägtauf kurzem, dickem Griffel eine vier- bis fünflappige Narbe und hinterläfstdie kugelförmige Frucht von der Gröfse einer grofsen Stachelbeere, dieunter einer punktirten, dünnen Schale eine grüne balsamische Pulpeenthält, weichein jedem ihrer 4 — 5 Fächer einen länglichen Saamen be-sitzt. Die angenehm aromatisch riechenden Blätter werden von den Aerz-ten, wie die der Feronia elephantum, angewendet; die Früchte werdenals eine Obstart häufig verspeist.
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