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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1944
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S944

Aurantiaceae.

Bändel gebracht; auch Spielmann bestätigt (Institution. Mater,med. pag. 1093 i dafs nii,n die unreifen, bitfern Pomeranzenc ur rassa vische zu nennen pflege, er setzt noch hinzu, dafsdie Droguisten von den Schalen das weifse Mark zu ent-fernen pflegten und sie dann als Cortices Curassavicn-ses verkauften; auch in den jüngsten Zeiten hat man daraufaufmerksam gemacht, dafs in Italien unreife, noch grüne Po-meranzen geschält, und getrocknet als cnrassavische inden Handel kämen; diese werden nothwendig verhältnifsmäs-sig klein und weniger aromatisch seyn. als die wahren. Dun-kelbraun und schwarzgefleckte, oder blasse, moderige, fastgeruchlose Schalen sind jederzeit zu verwerfen, so wie diehellgrauen noch unreifen.

Der kalte verdünnte wäfsrige, hellgelbbräunliche Aufgufswird durch salzsaures Eisenoxyd ganz dunkelbraun, undurchsichtig gefärtt, ohne Fällung. Den weifsenTlieil färbt das Jod blauschwarz.

schwammigen

Vorwaltende Bestand theile. A etherisches Oel,Ilesperidin und Aurantiin, worüber der erste Theil zu ver-gleichen ist. Das ätherische Oel der Blüthen, Oleum ffo-rum A uran,tioru m, Naphae seu Essentia Neroli, istvon dem der Fruchtschalen, Oleum Corticum Auran-tiorum wesentlich verschieden. Die Schalen enthalten auchSatzmehl. In den Blumen fand Boullay: ätherisches Oel, gel-ben, bittern Extractivstoff, Gummi, Essigsäure und essigsau-ren Kalk.

Anwendung. Man gibt die ßlätter in Substanz, in Pulverform und imAufgufs , auf ähnliche Art worden die Fruchtschalen angewendet Um sie zupulvern, entfernt man zuvor die innere weifte markige Substanz. Zu dem Endewerden die Schalen kurze Zeit hindurch in kaltes Wasser eingeweicht, diesesdann abgeschüttet, und nachdem nun die Schalen noch etwas hat liegen lassen,schneidet man die weifse Substanz aus urd trocknet den äufsern Theil oder dasGelbe der Poineranzenschalen , Flavedo corticum Aurantiorum, Dieunreifen Pomeranzen gibt man auch im Aufgufs, selten in Substanz; die reifenFrüchte wer.Jen als diätetisches Mi'tel verordnet, auch bewahrt man an manchenOrten tien ausgeprefsten Saft, Suceus Aurantiorum, aus dem mit Zuckerein Syrupus e sueco Aurantiorum bereitet wird. Mit dem ätherischenOele der Schalen und Zucker bereitet man K 1 a e o sa c c h a r um Aurantio-rum, der auch durch Abreiben der frischen Pomeranzen mit Zucker erhaltennerden kann, Bekannt sind ferner die überzuckerten Pomeranzenschalen, Con-ditum seu Confectio Aurantiorum, die auf ähnliche Art, wie obenbei den Cilronen gesagt worden ist . erhalten werden können. Es kommen der-gleichen auch, doch mehr aus süfsen Pomeranzen bereitet, unter dein NamenSuccade in den Handel, namentlich aus Genua, Barcelona und Alicante, Auchdie kleinen grünen, noch unreifen, bittern Pomeranzen werden condirt, als einmagenstärkendes Mittel unter dem ISamcn Aranzoni verkauft. An manchenOrten häh man eine Aqua corticum Aurantiorum destillata, sehrbeliebt sind folgende Präparate: Spiritus, Tinctura corticum Au-rantiorum simples, et composita seu Elixir Aurantiorum com-positum, E1 i x i r viscerale Holfmaani, man hat ferner ein Eiiric-