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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1945
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Aurantiaceae.

1945

tum co nie um Aurantiorum und E. pomorum Äurantiorum i rn -maturorum. Die Extracte müssen kalt in der ReaVschen Presse extrsbirt wer-den. Die Schalen zur Bereitung von Tincturen und Extract werden vorher ge*wohnlich von der weifsen, bittern markigen Substanz befreit, welches Geiger fürunnothig hält, aber darauf aufmerksam macht, dafs sie wegen Stärkmehlge-halt nicht heifs eiirahirt werden dürfen. Ein Pfund gibt 5 6 Unzen schönesExtract. Bartels erhielt aus 20 Pfund 54 Unzen ; Redte! dagegen aus j-t Pfunden35 Unzen, Landerer erhielt theils durch Extraktion mit Weingeist, theils durchAuskochen mit Wasser aus 8 Pfund Schalen 1 Pfund 18 Lotb Extract, sodann4'/a Unzen Fxtract aus 3 Pfund vom Parenchym befreiter Schalen durch zweima-lige Infusion mit kochendem Wasser. J. Schlickum in W'inmngen erhielt ausTom Marke befreiten Schalen ]/$ bis 2 / 5 des Gewichts Extract; er bemerkt noch,das Mark verhalte sich zur a'ufsern Schale wie 2 / 5 : %, Schlesinger gewann bei An-wendung von 3o Proc. Weingeist mittelst der Real'schen Presse als Minimum o,25Gund als Maximum 0,400 Ausbeute. Man hat endlich noch Syrupus florumet Svrupus corticum Aurantiorum. Die unreifen Pomeranzen macheneinen Bestandteil der Aqua aromatica aus, wie denn überhaupt die einzel-nen Theile des Pomeranzenbaums zu zahlreichen bittern und gewürzhaften Cotn-positionen kommen. Die Samen, Semina Aurantiorum, sind nicht mehrgebräuchlich.

Geschieh te. Da die Pomeranzen nicht nur in China, sondern auch inNumidien und Mauretanien wild wachsen, so konnteu sie gar wohl sehr frühzei-tig den Alten bekannt geworden seyo , auch ist es wohl möglich, dafs anfangsCitronen und Pomeranzen nicht als verschiedene Arten betrachtet, sondern miteinem und eben demselben Namen belegt wurden, eine Ansicht, die bereits Hie-ronymus Cardanu^, Antonius INebrissensis und J Commelinus vertheidiglen, wor-nach die so viel besprochenen fabelhaften Aepfel der Hesperiden eben sogut Pomeranzen als Citronen gewesen seyn können Ja Spielmann sagt wörtlichvon dem Pomeranzenbaume: Ärbor a Yeteribus communi cum Cij.ro nomine com-prehensa seculo XIII. circiier dislingui coepit. Nicander von Colophon, der ungefähr i5o Jahre vor Christus lebte, redet von dem medisrhen Apfel (Citrone),den man auch Neranzion , also Pomeranze nenne, denn diese Früchte heilsmnoch gegenwartig IVaranjo und Arancio auf der pyrenäischen Halbinsel- DieStadt Arantäa im Peloponnes hat wohl eher ihren ISamen von den Pomeranzen,als diese von ihr, auch hat man den IS amen von den Araniern, einer persischenVölkerschaft abgeleitet , und nicht minder auf die schöne goldgelbe Farbe deiFrüchte das Wort Aurantium bezogen Bestimmt unterschieden die alten arabisehen Aerzte die Citronen von den Pomeranzen , namentlich gibt Mesue die Vor-schrift zur Bereitung eines Oeles, das in der lateinischen Cebersetzung Oleumde pomis citreis vel Aranciis genannt wird, und ISicolaus M^repsusunterscheidet beide Früchte noch bestimmter und deutlicher. Herr Püsso hältes für wahrscheinlich, dafs man den Arabern die Einführung des Baumes inallen jenen Ländern verdanke, wohin sie ihre Herrschaft ausdehnten. Gegen das11. Jahrhundert soll er schon in allen Inseln des mittelländischen Meeres sehrausgebreitet gewesen sejn.

Citrus Aurantium Risso.Süfser Pomeranzenbaura, Orangenbaum.

88. b. Au-r.fer. Risso

(Blackwelt Herb, t. 349. Aranzo dolee Volk am er Hesp. 187. trantium vulgare duici medulla Ferr. Hesperid. 374. t. 37.7. fig. -Annales du Museum XX. tab. 1. fig 1, 2. La mark Illuslrat, lab. 63g. fig. 2.)

Unter dem Namen Citrus Aurantium begriff Linne sowohlden bittern 5 als süfsen Pomeranzenbaum, auch ist es gar nichtunwahrscheinlich, dafs letzterer durch Cultur aus dem erstenhervorgegangen ist, und beide also aus Varietäten einer und

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