Druckschrift 
Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
Entstehung
Seite
1941
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Aurantiaceae.

sich auch meistens länger. Der Pharmaceute, Wilhelm Floto,der diesen Umstand ebenfalls wahrnahm, bemerkt noch, dieDestillation des Pomeranzenblütfaewassers, mittelst Oleum Ne-von sehr angenehmem Geruch und Ge-

i, geh»ein Wasser

schmack, doch habe der Geruch etwas Eigentümliche!-sey nicht so lieblich als der des käuflichen Aqua Naphae tn-plex. Die Ursache liege darin, dafs nach Sonbeiran die Po-meranzenblüthen zwei öele enthielten, von denen das eine,im Wasser löslichere, einen angenehmeren Geruch besitze,als das andere im Wasser schwerer lösliche, welches alsOK um Neroli zu uns komme. Um das selbst bereitete Was-ser zu erhalten, soll es in Gläsern, die höchstens 4 Unzenfassen, und am zweckmäfsigsten mit Kautschuck verschlos-sen sind, aufbewahrt werden; wohl aber könne man die Aquaflorum Naphae triplex in halben Maafsflasehen aufbewahren,da es dem Verderben viel weniger unterworfen sey (Bran-des Archiv Bd. 19. pag. 143). Uebri»-ens ist nicht zu über-sehen, dafs nach den Beobachtungen von Hausmann und An-derer das käufliche Pomeranzenblüthwasser öfters bleihaltiggefunden worden ist. (Daselbst pag. 199.)

Nach der Beobachtung von Voharfc-Duiiesme hat dieSchwefelsäure die Eigenschaft dem Poiäieranzenblüthwassereine rosenrothe Farbe mitzutheilen, die um so dunkler ist,je mehr ätherisches Oel das Wasser enthält. Man seheAulagnier Dict. des Alimens et des boissons. Paris 1839pag. 355.

Die unreifen Pomeranzen, Fructus sen Poma

81

nd

erhengrofseaufsen dunkelgraubraune,

Aurantiorum i m m a t u r a,

Ifrofse, rundliche,

runzliche, rauhe, ziemncn nane, uicnte *rucnte, von

nehmem gewiirzhaftem Gerüche, zumal beim Zerreiben,

Ditterm, aromatischem, etwas herbem Geschmacke.

verdünnte, ziemlich braun gefärbte Auszug wird

bis kirschen-innen hellbraune,ange-ündDer kalte,von salz-saurem Eisenoxyd stark in dunkelgraubraune Flocken gefallt.

Nach den Versuchen des Apotheker Lebreton zu Angersenthalten die unreifen Bigaradenfrüchte ätherisches Oel, Schwe-fel, Chlorophyll, fette Materie, Hesperidin, ein besondereskristallisirbarrs Princip, ein bitteres, zusammenziehendes Prin-cip, welches dem Tannin ähnlich ist, mit Sjturen von Gal-lussäure; Cjtronensäure, Aepfelsäure, äpfel- und citronen-sauren Kalk und Kali, Gummi, Eiweifsstoff, Faser, Mineral-

*) IVote sur la maiiere cristalline des orangelte» et anatjse iie ces fruils nouencore developpes, familse des Hesperides, Journal de Phnruiacie Oct.«8.p. 377 393.

Geigers Fhiirrnacie 11.

Aull'

HG