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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1940
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1940

Aurantiaceae.

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beide haben einen ungeflügelten Blattstiel, sie riechen eben-falls angenehm und aromatisch, aber immerhin abweichend,auch besitzen sie nicht so auffallend den bittern Geschmackder Bigaradenblätter.

Hundert Pfund dieser letzteren im frischen Zustande ausNizza bezogen lieferten nach Raybaud 6 Unzen grünlichesOel, welches spater gelb wurde und als petit grain bekannt ist ;es roch durchdringender als das Oel von Orangenblättern.

Die Pomeranzenblüthen: Flores Aurantioruinseu Naphae; sie riechen frisch höchst durchdringend, sehrangenehm aromatisch, doch geht durch Trocknen viel vondiesem Gerüche verloren; der Geschmack ist gewürzhaft bit-terlich. Der kalte wässerige Aufgufs wird von salzsauremEisenoxyd stark dunkelbraun gefärbt. Hundert Pfund frischeBlüthen aus Nizza lieferten nach Raybaud fünf Unzen siebenDrachmen strohgelbes, später roih werdendes Oel, das alsNeroly bigarade bekannt, stärker und besser riecht, alsdas Oel der süfsen Orange. Hundert Pfund irische Blüthenvon Biot lieferten fünf Unzen fünf Drachmen gelbes, späterbraun gewordenes Oel, von besserem Gerüche, als das vonNizza; eben so viel Blumen von Carmet lieferten 4 Unzen1 Drachme eben solches Oel, welches sich am meisten unterden Oelen des Südens dem Gerüche der Blüthen näherte.Hundert Pfund im Juli in Paris gesammelter Bigaradenblumenergaben 7 Drachmen strohgelbes Oel, welches später dickerund roth wurde, und weit vorzüglicher war, als die (käuflichen)Oele des Südens. Aus derselben Menge im December destil-lirter Blüthen wurden 6 Unzen 4 Drachmen Oel gewonnen,welches ambrafarbig war, später dunkler wurde und eben somild als angenehm roch. Nach Guibourt nimmt man oft inder Provence zur Bereitung des destillirten Pomeranzenblüthen-wassers theilweise oder lauter Blätter des Bigaradenbaumes,wo man dann zwar ein helleres, aber weniger angenehm aro-matisches Destillat erhält. Oefter hat man den Pomeranzen-blüthen die der Cilrone untergeschoben, aber diese sind aus-sen röthlich und besitzen auch einen ganz abweichenden Ge-ruch. Trockne Bigaradenblmnen müssen nur gelblichweifs, nichtbraun seyn und noch stark pomeranzenartig riechen.

Pomeranzenblüthwasser, Aqua florum Naphae,kommt aus Italien und dem südlichen Frankreich in den Han-del, als einlaches oder doppeltes und dreifaches GenueserPräparat, Aqua Naphae simplex, duplex, triplex;auch bereitet man es in Deutschland aus den in Gewächshäu-sern gezogenen frischen oder eingesalzenen Pomeianzenblu-men. Das aus südlichen Ländern im Handel vorkommendeächte unversetzte Bigaradenblüthvvasser hat in der Regeleinen weit stärkeren, angenehmeren Geruch, als das nachden Vorschriften der Pharmakopoen selbst bereitete und hält