Aurantiaceae.
1939
C. B. s p a t a f o r a. Confitur-Bigarade. Die Frucht dieserVarietät besteht fast ganz aus Schale, deren Substanz einefeste compacte Textur zeigt; sie ist daher besonders zweck-mäfsig, um daraus die bekannten verzuckerten Pomeranzen-schalen darzustellen.
C. B. racemosa. Trauben - Bigarade. Eine der zier-lichsten Abarten, die sich zumal im Winter durch ihre in lan-gen Trauben herabhängenden fruchttragenden Zweige vortreff-lich ausnimmt.
C. B. macrocarpa. Grofse Bigarade; ausgezeichnetdurch ungewöhnlich grofse Früchte. Die Blumen dieses Bau-mes werden sehr zur Bereitung der Orangenblumen-Conservegesucht, die man im Handel unter dem Namen Fleursd'Orange pralinees kennt.
C. B. salicifolia. Weidenblätterige Bigarade. Andenungewöhnlich schmalen, fast linienförmigen Blättern auf denersten Anblick zu erkennen.
Citrus sinensis Persoon et Risso. Zwerg-Pome-ranzenbaum oder Sinese. Ferrarius Hesperid. tab. 433. fig.inter. Man hat diese Abart wohl auch Apfelsine genannt,sie darf aber mit der wahren Agrume dieses Namens, die zuCitrus Aurantium gehört, nicht verwechselt werden. DerStamm des C. sinensis ist niedrig, die Aeste dornig, dieBlätter klein, oval-länglich und zugespitzt. Die kleinen,weifsen, grünlich punktirten Blumen hinterlassen sehr kleine,zugerundete, oft eingedrückte, lebhaft orangerothe Früchte,deren Satt säuerlich und bitter ist. Es gibt davon verschie-dene Spiearten, worunter ins besondere die myrtenblätterige,Citrus sinensis myrtifolia, ein höchst niedliches Ge-wächs genannt werden kann und sich vorzugsweise als Zier-pflanze zum Schmucke der Zimmer und Vorplätze eignet. Inden übrigen Eigenschaften kommt die Zwerg-Bigarade mitder gemeinen üb er ein.
Officinell sind mehrere Theile dieses Baumes, undzwar:
Die Pomeranzenblätter: Folia Aurantiorum;sie sind glatt, schief parallel geädert, steif lederartig, gegendas Licht gehalten durchsichlig punktirt, getrocknet sehen siemehr hellgrün, etwas gelblich oder bräunlich aus, unten sindsie blässer und riechen zumal beim Zerreiben angenehm aro-matisch , auch zeigen sie einen ähnlichen zugleich bitterlichenGeschmack. Der kalte, verdünnte, gelbbräunliche, wässerigeAufgufs wird von salzsaurem Eisenoxyd stark dunkelbraun ge-färbt. Braune oder verbleichte, fast geruchlose Blätter sindzu verwerfen. Verwechseln könnte man leicht die Blätter derbittern Pomeranze mit denen der Orangen, so wie der Citronen;