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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1936
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1936

Aurantiaceae.

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gekehrt pfropfte, was überhaupt die fruchtbare Quelle so /ahl-reicher Spielarten von Agrumen seyn dürfte. Schon Yolcka-mer erinnerte, die Bergamotten hatten etwas an sich von denCitronen und auch von den Pomeranzen, ja man unterschiednach der Gestalt der Früchte Bergamott- Citronen und Berga-mott-Pomeranzen. In Hinsicht der Blätter und Blumen stehendie Bergamotten den bittern Pomeranzen näher, aber der Bau,die Farbe und übrige Beschaffenheit der Frucht nähert sichmehr den Citronen.

Eine besondere Form erwähnt Sieber unter dem Namender süfsen Limonien, die das Mittel hielten zwischen den Ci-tronen und Orangen ; sie sind , wie er hinzusetzt, von wässe-rigem, aber sehr angenehmem Geschmacke, kugelrund undmit einem Nabel versehen, die Rinde von einem angenehmenGerüche, wie Bergamottöl, auch nenne man die Früchte Ber-gamotti oder Limoiü dolci. (Meise nach Kreta Bd. 2. pag. 78.)

Zu erwähnen ist hier noch besonders Citrus Mella-rosallisso, Mellarosa oder Rosenapfel-Hesperide. Es istein der Bergamotte nahe verwandter, aber dornenloser Baum,dessen ovallängliche stumpfe Blätter auf ungeflügelten Stielenstehen; die Früchte sind ganz klein und rund; sie schmeckensehr bitter und herb; ihr saftiges Mark ist bedeutend sauer,die Schale weifsgelblich, von besonders angenehmem und lieb-lichem Gerüche. Auch von dieser Form, die, wie Herr Rissoselbst sagt, der Bergamotte am nächsten steht, wufste mannicht, ob man sie zu den Citronen oder Pomeranzen zählensollte, und sie dürfte auf ähnliche Art, wie die Bergamotteselbst, entstanden seyn. Die Mellarose liefert übrigens einhöchst wohlriechendes Oel und eine besonders wohlschmek-kende Coniitur.

Oflicinell ist das aus den Fruchtschalen der gemeinenBergamotte erhaltene Oel, Oleum Bergamottae, von demim ersten Bande näher die Rede ist. Raybaud erhielt aus 100Stück frischer Bergamotten aus Nizza durch Auspressen 2Unzen 4 Drachmen ambrafarbiges Oel, welches angenehmerroch. als das käufliche mit Oleum Neroli verfälschte. DurchDestillation wurde aus 100 Stück Bergamottf'rüchten erhaltenzwei Unzen sieben Drachmen 36 Gran fast weifses und besse-res Oel, als das vorige. Hundert Pfund frische Bergamott-blumen aus Nizza lieferten 4 Unzen 1 Drachme citronengelbesOel, das beinahe wie Citronenblüthe roch; aus eben so vielenBergamettblättern aus Nizza wurden 3 Unzen 4 Drachmen24 Gran grünliches Oel erhalten, welches einen scharfen, derFrucht unähnlichen Geruch hatte. Hundert Pfund frisches Ber-gamottholz lieferte 2 Unzen 2 Drachmen dickes gelbliches Oelvon noch schärferem Gerüche; die jungen Stengel gaben einegröfsere Menge dem der Blätter ähnliches Oel. Man erhält