1982
Aurantiaceae.
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gewöhnlichen Limonien und die Pulpe süfs. Es gibt davonwieder mancherlei Spielarten, worunter besonders die Birnen»-Liumie (Poire de Commandeur) ssu bemerken ist; ihre Fruchtesind grofs, glatt, birnförmig, dickschalig. Es gibt Lumienmit gelbrother und ganz gelber Pulpe u. s. w. — Nach Ferra-rius haben die Limonien ganz weifse wie Pomeranzen rie-chende Blumen. auch ist er geneigt, sie für eine Bastardbil-dung zwischen Pomeranzen und Limonen zu halten, worin manihm beistimmen wird. Uebrigens unterscheidet er süfse Limo-nien und Lumien als besondere Sorten.
Officinell sind die gemeinen sauren Limonien, FructusLimonum, in allen englischen Pharmakopoen sind nur sieund keine Citronen aufgeführt, und da die Franzosen die Li-monien mit dem Namen Citron bezeichnen, so ist zu schliefsen,dafs auch in Frankreich die Limonien und nicht die Citronenofficinell sind, und mit allen ihren Theilen ganz so benutztwerden, wie oben von den Citronen angeführt worden ist.Von den Citronen unterscheiden sich die Limonien hauptsäch-lich durch ihre mehr hingliche Form, durch die glatte, hellergelbe, sehr dünne Schale, so wie durch den reichlicheren undstärker sauren Saft, uen die Pulpe enthält.
Vorwaltende Bestandteile sind dieselben, wiebei den Citronen, nur in abweichendem quantitativem Verhält-nisse. Nach Proust enthält der Limoniensaft: CUronensäure1.77, Aepfelsäure, Gummi und bittern Extractivstoff 0,72,Wasser 97,51 (100,00). Ilaybaud erhielt aus 100 Stück Li-monienfrüchten des Handels durch Pressen 1 Unze7 Drachmen18 Gran ambrafarbiges Oel, welches später dunkel wurde undeinen weifsen Bodensatz ablagerte ; aus einer gleichen MengeFrüchte erhielt er durch Destillation 1 Unze 3 Drachmen bei-nahe weifses Oel, welches sich an der Luft färbte und weni-£er angenehm roch, als das vorige. Hundert Pfund frischeimohienblüthen lieferten zwei Unzen hell strohgelbes Oelvon geringer Annehmlichkeit. Hundert Pfund frische Blättervon Nizza gaben 4 Unzen ambrafarbiges Oel, das dem ausden Blättern des bittern Pomeranzenbaumes gewonnenen ähn-lich war.
Die Limonienbänme blühen mit dem Anfange des Früh-lings bis zu Ende des Herbstes, weshalb auch die Früchtezu verschiedenen Epochen eingesammelt werden müssen. Diezum Versenden bestimmten Limonien müssen wenigstens 55Millimeters im Umfange haben; sie werden in Kisten gepackt,die, wenn sie 400 Stücke enthalten, caisses fla ndrin esheifsen, sind deren 500 darin, so nennt man sie caisseslyonnaises. Kleine Kisten endlich nennt man solche, derendrei 1000 Früchte von 5 Centimeters Dicke fassen. Aus Spa-nien und Italien werden auch eingesalzene Limonien und Ci-