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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1933
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Aurantiaceac.

1933

tronen gebracht, die sonst in den Officinen vorräthig gehalten»wurden. Was in Deutschland unter dem Namen Citronen-schalen in den Handel kommt, sind häufig Limonienscha-len, besonders reichlich kommen sie aus Malaga in Spanien,so wie aus Portugal, zumal aus Lissabon und Porto; sie ent-halten weniger ätherisches Oel und stehen daher den wahrenCkronenschalen nach, während der Limoniensaft reicher anSäure ist, als der Citronensaft. Ersterer wird besonders aus

Italien in

grofser

Menge ausgeführt: auch aus der Türkei

kommt über Odessa eine beträchtliche Menge desselben inden Handel.

Geschichte. Nach Sprengel kommen die Limonien schon im Talmudvor, einer Sammlung pharisäischer Satzungen, die, wie man sagt, nicht ältersind , als die Versetzung der gelehrten Judenschulen von Tiberias nach Sola amEuphrat, ungefähr 23o nach Christus; sie werden da in dem Abschnittevom Zehnten genannt. Die alten "Väter der deutschen Pflanzenkunde unter-scheiden genau die Citronen von tien Limonen , und Mathiolus , Clusiusu, s. w. geben von beiden naturgetreue Abbildungen; auch die alten Pharmaceu-ten vermengten sie nicht, wie dies wohl die heutigen und selbst viele Botanikerder neuesten Zeit thun. In dem Dispensatorium des Valerius Corduß ist ein Sj-rupus acetositatis Citri und ein Syrupus acetositatis Limonum, von ersterera wirdgesagt, dafs ihn die Apotheker sollen acht hätten, sondern meistens Syrupus Ci-treorum condiiorum dafür verkaufteu. Der Syrup von Limoniensaft wird vorge-zogen , weil er kräftiger kühlend wirke, was vollkommen richtig ist, indem ermehr Säure besitzt.

Citrus Limetta Risso.Limettenbaum.

(Limon, qui Lima mineupatur Ferrar. Hesperid. p. 33i. tab. 333., ubi Limadulcis et Lima acris. Lima romana t. 335 Lima dulcis Volkam. Hesper.i65 tab. 166. Citrus medica Düsseid. Samml. Lief. l. tab. 8. C. Limetta RissoAnn. Mus. 20. p. 195 tab. 2. fig. 1. und eine Copie davon im Magazin fürPharmacie Bd. 10. Citrus Citrullus Wright?)

Ein dem vorigen sehr verwandter Baum, aus dem erdurch Cultur entstanden zu seyn scheint, und sich durch seinekleinen, ganz weifsen Blumen, so wie durch die eiförmigenoder rundlichen, blafsgelben, an der Spitze mit einer hervor-stehenden Warze versehenen Früchte unterscheidet, derenPulpe fade, süfslich oder säuerlichsürslich ist und die Oelbläs-chen der Schale concav sind. Die Limonienbäume habenmeistens Blätter mit etwas geflügelten Blattstielen, die derLiraetten sind meistens ungeflügelt. Der Nabel der Limetten-früchfe ist viel kürzer und stumpfer, ihre Schale dicker alsdie der Limonien und niemals besitzen sie die ausgezeichneteintensive Säure derselben; die Limonien sind länglich, dieLimetten meistens kugelrund.

Ferrarius hält die Limetten für ein Mittelding zwischenLimonien und Pomeranzen, das jedoch den ersteren näherstehe. Er macht besonders auf die Aehnlichkeit in Form undFarbe der Limettentrüchte mit den Pomeranzen aufmerksam,

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