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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1930
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1930

Aurantiaceae.

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kommt. Ehedem hatte man noch Essen tia, Aqua destillata et Spiri-tus Citri. Noch ist ein aus Zucker und Citronensaft bereiteter Syrup ge-bräuchlich , Syrupus acetositatis Citri; ferner dient der Citronensaftzur Bereitung der Potio Riverii, so wie zur Darstellung des citronensaurenKali und ähnlicher Präparate, die im ersten Bande ihre Stelle finden. Sonstbenutzt man die Citronenschalen noch häufig als gewürzhaften Zusatz zu ver-schiedenen Speisen, zu Liqueuren u. s.w. Hier ist auch der allbekannte Punschzu erwähnen, ei" geistige» Getränt; , welches erhalten wird, indem man zu demSafte von etwa 6 Citronen ein Pfund Zucker nimmt, und mit letzlerem dasGelhe von einer oder zwei Citronen (nicht leicht mehr) abreiht; sodann eineMaafs kochende? Wasser oder Thee darauf giefst und diesem etwa eine FlascheArac de ßatavia beimischt. Auch verfertigt man sich Punschessenz, indemder frisch geprefste Saft der Citronen mit Zucker, Citronenzucker und Arac indem angegebenen Yerh&hnifs vermischt, dann, wie Einige wollen, noch etwasguten Wein zusetzt und so bewahrt. Der Punsch wird dann bereitet, indemman die Punschessenz mit der gehörigen Menge von kochendem "Wasser oderThee vermischt, Künsteleien mit Weinsteinsäure statt Citronensaft geben keingutes Getränk. Unter dem INamen Creraor Saturni war sonst eine Mischungaus Citronensaft mit Bleiessig sehr beliebt, als Liniment gegen gewisse Haut-krankheiten.

Geschichte. Die Citrone wurde den Griechen schon frühe bekannt, in-dem bereits Theophrastus aus Eresos von ihr redet. In den ältesten Zeiten nannteman sie den medischen Apfel, später hiefs sie der assyrische Apfel und zuletztKitrion, woraus das jetzt gebräuchliche Wort Citrone entstand. Zu den Zeitendes Plinius konnte man den CUronenhaum in Italien noch nicht im Freienziehen, ja er gedieh damals kaum bei der sorgfältigsten Wartung in Kästen, indenen man ihn aus seinem Vaterlande Medien und Persien bringen lief*. Hun-dert Jahre nach Plinius, zu den Zeiten des Palladius wuchs er schon auf freiemFelde um Neapel und in Sardinien, allein die Frucht -war noch nicht so ver-edelt, dafs sie auch hätte können gegessrn werden. Erst abermals hundert Jahrespäter zu den Zeiten des Athenaeus war die Citrone efsbar geworden, denn dieserberühmte griechische Schriftsteller sagt ausdrücklich, zu den Lebzeiten seinesGrol'svaters habe man angefangen die Citronen zu den efsbaren oder Obstfrüchtenzu rechnen. Dioscorides sagt von den Citronen, sie seyen überall bekannt, aucher, wie das ganze Altertimm rühmt die Frucht als eine giftwidrige. Galen re-det ausführlich von den einzelnen Tneilen der Citronenfrucht. Caelius Aurena-nus liefs von der Gicht ergriffene Theile mit einem Citronen - Cataplas belegen,und Alexander Trallianus rühmt schon den Citronensaft als ein kühlendes Mittelbei hitzigen Fiebern. Avicenna unterscheidet schon zwei Sorten von Citronen-ölen, wovon das eine aus den Schalen der Frucht, das andere aus den Blumenbereitet wurde; auch liefs er die Citronenblätler als Arzneimittel benutzen.Das Citronenmark mit Essig gekocht liefs er trinken, wenn ein Klüngel ver-schluckt worden war. -Mesue gibt schon eine ganz umständliche Vorschrift zurBereitung des Cilronats oder der überzuckerten Citronenschalen, wozu mandamals gern etwas Moschus und Ambra beisetzte, um es noch geruchvoller zumachen. Die Araber hatten auch schon einen Sjrupum corticum Citri, den manroth zu färben pflegte, es diente dazu Sericum coeco baphico tinetum Auchin Deutschland kannte man schon frühe die Citronen, im Mittelalter Juden-äpfel genannt, indem bereits die alte Hildegardis von ihnen redet

Citrus Limonium Risso.Limonienbaum.

(Limon vulgaris Ferrar. Heip-^r. 191. t. 189 et 193. Limon vulgare Yolkamer

Hesp. t. 154. Blackwell Herb. tab. 36z, Citrus medica Havne Bd. lt. tab. 28.

Guimpel et v. Schlechtendal t. 70. Leo Taschenbuch der Arzneipfl. Bd. 1. t. 60.

Citron der Franzosen.)

Der Limonienbaum scheint mit dem Citronenbaum gleichesVaterland zu haben, oder erst durch Cultur aus diesem #ebil-