1928
Aurantiaceae.
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Blumen des August und Septembers tragen kleine Früchte, dieman im Januar abnimmt, ehe die Kalte sie von ihrem Kelchelöst. Man sieht hieraus, dafs der Citronenbaum in wärmerenLandein einen grofsen Theil des Jahres hindurch sowohl Blu-men als Früchte trägt.
Die Citronen werden bisweilen ansehnlich grofs. HerrRisso sah welche, die acht Kilogrammen schwer waren undschon Cardonus, so w r ie C. Gesner reden von Citronen , die10 Pfund wiegen.
Die gemeinen Citronen sind mehr oder weniger rund oderlänglich genabeil, punktirt, von schön hellgelber Farbe; dieRinde ist dick, lederartig -schwammig, mit zahlreichen drüsi-gen Punkten besetzt. Die innere Substanz ist weifs und inzehn bis zwölf Fächer getheilt, diese Fächer, welche um einesaltleere Achse liegen, weiden von zelligen hautartigen Wän-den gebildet und lassen sich von einander trennen, sie enthal-ten ein saftreiches Fleisch von sehr saurem Geschmacke, dasjedoch an manchen Spielarten fade und selbst sü/slich schmeckt.In jedem Fache liegen zwei bis drei umgekehrt-eiförmige oderlängliche, bisweilen etwas eckige Saamen, an denen man aneiner Seite die etwas hervorstehende Naht oder den Nabel -streifen deutlich unterscheiden kann. Die äufsere Saamen-haut QTesta GärlnerJ ist pergamentartig, durchscheinend, dieinnere £Endapleura) ist mehr oder weniger gelblich, selbstetwas bräunlich und am stumpfen Ende mit einem röthlichenHagelflecke (Chalaza) versehen. Der hell blafsgelbe Embryoist nicht selten mit zwei oder mehr Würzelchen versehen. DieSaamen haben einen bittern schleimigen Geschmack.
Zum medicinischen Gebrauche dienen besonders noch dieCitronenschalen , Corticcs Citri. Drückt man sie frisch,indem die äufsere Fläche geg^n ein Licht gehalten wird, sospritzt das ätherische Oel aus den Bläschen und entzündetsich im Licht mit heller Flamme. Die äufsere Haut der Citro-nenschalen ist hellgelb und wird durch die zahlreichen Oel-drüschen rauh, uneben und runzlig; sie hat einen starkenangenehm aromatischen Geruch und gewürzhaft bittern Ge-schmack. Die innere Seite der Schalen besteht aus einerweifsen, lockern, schwammigen, fast geruch- und geschmack-losen Substanz. Der wässerige Aufgufs der Schale wird durchsalzsaures Eisenoxyd grünlichbraun verdunkelt.
Vorwaltender Bestandtheil: ätherisches Oel undbittrer Extractivstoff. D a s C i t r o n e n ö 1, Oleum Citri s e ude Cedro ist im ersten Bande näher beschrieben. Raybauderhielt aus 100 Stück Früchte aus Nizza durch Auspresseneine Unze vier Drachmen zehn Gran ambrafarbiges Oel vonmildemBergainotfengeruche, aus einer gleichen Menge Früchtevon derselben Stadt bezogen, gewann er zwei Unzen zwei