Aurantiaceae.
1927
Citrus medica llisso.
Gemeine Citrone, Sauercitrone, Cedra oderCedrat der Franzosen.
(J. Bapt Ferrarii Hesperides sive de rualorum aureorum cultura et nsu, Libriqu'atuor, Romae MDCXLVI. Malum ckreum vulgare tab. 59. (ratnus florens)tab. 60. fructus integer tab. 61. ejus dimidia pars. Volkamer, Nürnbergische Hes-ueriden , Nürnb. 1708. tab. 114. Risso Ann. Mus XX. tab. 2. fig. 3. Blackwellr Herb. tab. 361.)
Der Citronenbaum wächst in Numidien, Mauritanien undPersien wild; häufig wird er in warmen Ländern, zumal in denProvinzen, welche das mittelländische Meer umgeben, im Freien"•ezogen, während man ihn diesseits der Alpen den Winterüber in Kübeln in Gewächshäusern halten mufs. Die Wurzeldes Citronenbaumes ist innen gelblich, auften schmutzig weifs,der Stamm von mäl'siger Höhe, gerade, mit grauer Binde be-deckt, die Aeste dornig und die jungen Zweige violett. Erbildet eine schöne dichte, stark belaubte Krone und hat ab-wechselnd stehende, gestielte, 6—8 Zoll lange, 1 — 3 Zollbreite, etwas gesägte, glatte, hochgrüne, auch den Winterüber stehen bleibende, steife, fast lederartige Blätter, derenStiele in der Hegel weder geflügelt, noch häutig gerandetsind, wie öfters bei den Pomeranzen. Die Blumen erscheinenbei uns im Juli oder August, sie stehen einzeln, oder in klei-nen Büscheln in den Blattwinkeln wie an den Spitzen derZweige. Meistenteils sind die Blumenblätter aufsen röthlichund innen weifs. Staubfäden sind oft bis 40 und mehr vorhan-den. Die Frucht ist länglich, runzlig, mit dicker Schale undsäuerlicher Pulpe, in der Jugend ist sie violettroth, bei derReiie schön gelb.
Eine sehr niedliche Spielart ist die Florentiner Ci-trone, ausgezeichnet durch kleine stark zugespitzte, unge-mein lieblich riechende gelbe Frucht (Risso 1. cit. t. 2. fig. 2.);auch gibt es eine sufse Citrone, Malnm citreum dulei medullaFerrar. tab. 73., mit safrangelber Schale und süfser Pulpe,aufserdem werden noch vielfältige monströse Formen ange-führt, die wir aber übergehen müssen.
Officiaell sind die Früchte, gemeine saure Citronen,Fructus seu Poma Citri medicae; sie werden, ehe sieganz reif sind, und somit den Transport besser ertragen, ab-genommen und in Kisten verpackt, versendet. Nach Rissoist die erste Ernte dieser Früchte, die von den Blumen desApril und Mai herrühren, von Ende Juli bis zur Hälfte desSeptembers. Man verschickt sie aus der Gegend von Nizza,zumal aus Mentone und Villa franca nach Piemont, Frankreichund Deutschland in kleinen Kästen mit Werg und Löschpapierverwahrt. Die zweite Sammlung hat erst im November statt,welche Früchte aber weniger schön und wohlfeiler sind. Die
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