Aurantiaceae.
1925
stumpf oder nur wenig au der Spitze ausgerandet, an der Basis in denlurzen Stiel verschmälert. Die Meinen weifsen Blumen stehen in dichtenachsel- und endständigen Afterdolden, ihre Blüthenstielo sind gleich denZweigen fast zweischneidig, mit Weinen, dreieckigen, spitzen, coneavenDeckblättchen besetzt. Die Blumenblätter sind länglich - lanzettförmig unddie Staubfäden , so wie der Griffel mit weichen Haaren besetzt. Die ovaleSteinfrucht ist anfangs dunkelpurpurroth, wird aber später schwarz, ihrFleisch ist dünn, röthlich, suis und efsbar, dieses umgibt eine gelblich-rostbraune, ovale, zugespitz e Suis, welche Meine Saamen enthält. InPara heifst der Baum Umiri; aus dem verwundeten Stamme flielst einheller, stark und angenehm riechender, blafsgelblicher Balsam, der die-selben Eigenschaften wie ßalsamum Copaivae besitzt, oder denselben nochübertrifft und selbst dem peruvianischen gleich kommt. (Martius.) *)
Familie: AURANTIACEAE Correa.
Aurantiaceen.
Die Aurantiaceen bilden die höchste und vollkommensteFamilie des Pflanzenreichs, wie dieses Iteichenbach sehr schönerörterte, und was ich ebenfalls an einem andern Orte specielldarzuthun bemüht war. Schon Jussieu stellte eine Familieder Aurantiaceen auf, aliein er rechnete viele Gattungen da-zu , welche Correa ausschlofs, was auch von den Hesperideendes Ventenat gilt.
Die Aurantiaceen beschränken sich fast ganz auf das tro-pische Asien, von wo sie über alle Länder verbreitet wurden,in welchen ihre Cultur möglich ist; es sind fast immer glatteBäume oder Sträucher, die fast in allen Theilen punktförmigeDrüsen besitzen, welche als Behälter "von ätherischem Oeleanzusehen sind. Die Blätter stehen zerstreut, sie sind leder-artig steif (weshalb die Aurantiaceen zu den immergrünenGewächsen gehören), gestielt, einfach, zu dreien beisammenstehend, oder ungleich gefiedert, häufig mit punktförmigenDrüsen versehen, aber ohne Blattansätze. Die weifsen, ro-then oder gelben, in der Regel sehr wohlriechenden, regel-mäfsigen Zwitterblumen stehen einzeln oder sind auch inAfterdolden, Trauben oder Rispen u. s. w. geordnet. Derkurze, freie, becherartige oder glockenförmige Kelch ist vier-oder fünftheilig, nur sehr selten dreizähnig, abfallend; aufseiner Basis sitzt ein Scheiben- oder stielförmiger Fortsatz,an welchem die Blumenblätter befestigt sind. Diese alterni-rend mit den Kelchtheilen und mit ihnen an Zahl überein-stimmend, sind an der Basis breiter, frei oder unten etwas
*) Die Herren Merat und Lens fuhren einen Uourniri-Balsam nur namentlichan, verweisen dabei auf Hedwigia balsamifera , wo dann aber nichts Nähe-res von dem Houmiribalsam gesagt wird,
Geigers Pharmacit IL 2. (ä*e Auü-) 115