1934
llurairiaccae.
Krankheiten in Pulverform oder im Aufrufs gereicht, auchbenutzte man ein Extract. Das Holz wird bekanntlich zueleganten Möbeln und allerlei Geräthschaften verarbeitet.
Geschichte. Schon 1697 wurde Mahagoniholz zur Ausbesserung derSchiffe Sir Walter Raleighs auf Trinidad verwendet, doch erst um das Jahr 1724führte man es in England ein. Die Rinde wurde zumal von Wright in Jamaika1787 als ein Chinasurrogat empfohlen und auch von Lind und Andern nützlichgefunden. In Deutschland scheint man sie nicht sehr beachtet zu haben.
Khaya senegalensis Guillemin et Perrottet. Swietenia se-negalensis Dcsr. Ein am grünen Vorgebirge und am Gambia einheimi-scher, am Senegal und auch auf den Antillen culthirter , 80—100 Fufshoher Baum, den man den afrikanischen Mahagonibaum ge-nannt hat. Jeder Blattstiel trägt 3—6 Paare oval-längliche oder lanzett-förmige , ungleichseitige Blätteben In den obersten Blättachseln bilden diekleinen weilslichen Blumen schlaffe Rispen. Die Kelche sind vierblätterigund auch die Corolle besteht aus vier Blumenblättern. Die Staubfäden-röhre ist am Grunde bauchig, an der Spitze mit acht Zähnen versebenund innerhalb sind eben so viele Staubbeutel befestigt. Der Fruchtknotenträgt einen kurzen dicken Griffel mit scheibig vierstrshliger Narbe undhinterlalst eine kugelrunde Kapsel von der Gröfse einer Pfirsche, sie istin vier Fächer getheilt, öffnet sich mit eben so viel Klappen und enthältin jedem Fache eine einfache Reihe bildend sechs mit einem häutigen Randeeingefafste bräunliche Saamen. Diesehr bittre und herbe Rinde dient alsChinasurrogat, sie ist als lieberwidrige Cail Cetlra bekannt. Die Negergebrauchen sie im Decoct oder Infusion, aber nicht in Pulverform. NachLeprieur heilst sie auch Karson Khay und wird vielfältig gegen die amGambia endemischen Fieber benutzt. Das Holz kam als Mahagoni auchnach Europa in den Handel.
Die kleine Gruppe der Humiriaceae Martius, ausBäumen bestehend, welche im tropischen Amerika wohnen,liefert keine bei uns näher bekannte oder gebrauchliche Arz-neimittel ; wir müssen uns deshalb darauf beschränken , nurzwei Arten, kurz anzuführen.
Humiria balsamifera Aublet oder Myrodendron amplexicauleWilldenow, in die Polyadelphia Polyandria gehörend; ein in Gujanaeinheimischer hoher Baum mit dicker braunrother Rinde. Die Blätter sindoval.länglich, etwas gekerbt, den Stengel halb umfassend und mit demmittleren Nerven herablautend. An der Spitze der Zweige erscheinen diekleinen weifsen Blumen in Afterdolden, welche länger als die Blätter sind[;sie haben einen schalenförmigen , fünfspaltigen Kelch , eben so viele Blu-menblätter und 20 Staubfäden, die bis zur Hälfte in eine leicht in mehrereBündel sich trennende Röhre verwachsen sind- Der Fruchtknoten ist von10 fleischigen, zweispaltigen, ringförmig zusammenhängenden Schüppchenumgeben, er trägt auf zottigem Griffel seine Narbe und hinterlalst eine■vier- bis fünffächerige Steinfrucht. Durch Einschnitte in die Rinde erhältman einen etwas dicken, rothen, sehr stark und angenehm riechenden Bal-sam, Houmiri oder Touri der Caraiben , welchen Aublet mit demPerubalsam vergleicht; er wird sowohl innerlich als äufserlich als Arznei-mittel angewendet. Mit der Zeit verhärtet er sich zu einem durchscheinen-den brüchigen Harze, das man seines Wohlgeruchs wegen gleich demWeihrauch zu benutzen pflegt.
Humiria floribunda Martius. Ein in Brasilien einheimischerBaum, mit dickem Stamme und graubrauner, rissiger, innen rothbraunerBinde. Die Blätter sind verkehrt-eiförmig oder fast oval, ganzrandig,