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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1923
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Cedreleae.

1923

Jamaika von Wright erhielt, gibt folgende Beschreibung.Die Stücke scheinen von dem Stamme oder wenigstens vongröfseren Aesten genommen zu seyn, sie sind planconvex,ungefähr einen Fufs lang, und von der schwammigen Bor-kensubstanz grofsentheils durch das Messer befreit, so dafssie grofsentheils aus Bastlagen bestehen; diese sind rothbraun,von lamellenartiger Textur, zähe, ungefähr liniendick. Dietrockne Rinde schmeckt bitter und adstringirend, chinaähnlicb,doch ist sie bittrer als Chinarinde.

Das Mahagoniholz, Amarant oder Acajouholz, Lig-num Mahagoni (Zenker a. a. 0. tab. 17. fig. b.), wirdmeistenteils aus den Buchten von Honduras und Campecheeingeführt. Das von den Inseln kommende pflegt man spa-nisches Mahagoni zu nennen. Es ist eine der schönstenHolzarten, von rothbrauner Farbe, bald dunkler, bald hellerschattirt und der glänzendsten Politur fähig. Oefters findetman es hellbraun oder gelblich, auch vielfältig mit Adern,Figuren und dunklern Punkten gezeichnet. Die rextur diesesHolzes ist so gleichförmig und dicht, dafs es schwer wird,die Jahrringe daran zu unterscheiden. Es hat weder Geruchnoch Geschmack und wird niemals von Würmern angegriffen.Am schönsten dicht und hart und am dunkelsten von Farbeund oft wunderschön gemasert ist das Mahagoniholz von Cuba.Die geringste Sorte ist Providenzia Mahagoni und Ba-stard - 31ahagoni oder sogenanntes Zuckerkistenholz.Das neuholländische Mahagoni wird von Eucalyptus ro-bust a erhalten und ist roth, dicht und hart. Das im westin-dischen Handel unter der Benennung Madeira Mahagonivorkommende Holz stammt von der bereits oben beschriebe-nen Cedrela odorata (Mac CulJoch). Noch wird das Holzsehr verschiedener Bäume mit dem Namen Mahagoni belegt.Man sehe deshalb Grundrifs der Ökonom, technischen Botanik.Bd. 1. pag. 19 und Bd. 2. pag. 540.

Der Mahagonibaum schwitzt auch eine Gummisorte aus(Gomme d'Acajou), es besteht aus unregelinäfsigen, gelb-rothen, sehr durchsichtigen Stücken, die ganz denen unsresKirschen- oder Pflaumengummi's ähnlich sind. Dieses Maha-gonigummi enthält eine dem arabischen ähnliche lösliche Sub-stanz und eine unlösliche, die der Bassora gleich zu achtenseyn dürfte. (Merat et Lens III. 392.) #}

Ueber die chemischen Bestandtheile dieser Droguen istkaum etwas Näheres bekannt geworden. Die Binde wurdeals Surrogat der Chinarinde von amerikanischen und engli-schen Aerzten in Wechselfiebern und andern periodischen

PI

*) Diese Gummisorte scheint fast dieselbe zu »ejn, welche Andere von Ana-cardium occidentale ableiten. Man sehe obeu pag. n9i.