Cedreleae. 1921
Soymida febrifuga Ad. Jussieu.Fieberwidrige Soymide, Rothholzbaum.
(Cedrela febrifuga Koib. Coromand. I. tab. 17. Swielenia febrifuga Soll.
Stevenson and Churchill Medical ßotany. Ii. tab. 81. Hayne ßd. 1. tab. 20.
Swielenia Soymida Dune an.)
Ein auf den Gebirgen Ostindiens einheimischer hoherdicker Baum, mit zahlreichen ausgebreiteten Aesten. Diegrofsen, abwechselnd stehenden, abgebrochen gefiedertenBlätter bestehen meistens aus vier Paaren elliptisch-rundli-cher, ausgerandeter, an der Basis ungleicher, glatter Blätt-chen. Am Ende der Zweige stehen in ausgebreiteten grofsenRispen die kleinen schmutzig grüngelbiichen Blumen. DieFrucht ist eine grofse, verkehrt-eiförmige, holzige, fünf-fächerige, an der Spitze aufspringende Kapsel, die in jedemFache vier längliche, zusammengedrückte, an beiden Endenstärker als an den Seiten geflügelte Saamen enthält.
Offieinell ist die Rinde, Soymidarinde, Cortex Soy-midae. Sie kommt in ] / 2 bis 2 Fufs langen, i—8 Zoll brei-ten und mäfsig dicken Stücken vor; aufsen ist sie aschgrau,mit Flechten besetzt undpunktirt, aber da, wo das Oberhäut-chen abgerieben ist, dunkelroth in verschiedenen Niancen,dabei rauh und uneben, an der innern Seite glatt und hellervon Farbe. Die äufsere Rindensubstanz ist brüchig, der dünneBast aber zähe; sie riecht schwach aromatisch und schmecktsehr bitter, balsamisch und zusammenziehend. Der Staub desPulvers erregt beim Zerstofsen leicht Niefsen.
Nach Thomson schält man die Rinde zu der Zeit ab, wennder Baum im Satte steht; die äufsere Schichte ist nach ihmrauh, grau von Farbe und geschmacklos; die innere dagegenhellroth, compact, brüchi«;, ekelhaft bitter und herb. (Meratet Lens VI. p. 604.) Auf ähnliche Weise beschreibt sie auchRobiquet; sie ist nach ihm aufsen grau, innen roth, weich,biegsam, von etwas bittrem und herbem Geschmacke, auchdas"gröbliche Pulver ist roth und das wäfsrige, roth china-farbene Infusum wird von Salpetersäure nicht verändert. Statt
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der Rinde der Swietenia febrifuga, die man in Indien unterdem Namen Roh an kennt, wurde die Rinde des Krähenau-genbaums in den Handel gebracht, worauf schon oben (p. 653)aufmerksam gemacht wurde; auch weifs man jetzt, dafs dervon Piddino-ton angeblich in der Rinde der Soymida gefundenefieberwidrige Stoff nichts anderes als Strychnin war #3*
In die medicinische Praxis in Ostindien und England führteRoxburgh die Rinde ein und Anton Duncan schrieb über sie
") Ecorce du Strycbnos Nux vomica, vendue dans l'Inde pour le Kohan ouSwietenia febrifuga. Journal de Pharm. Oct. i83y. p. 523. Brandes Ar-chiv, neue Reihe, Bd. i3. pag. 207.