HB HHH
Cedreleae.
1919
schildförmiger, am Rande umgerollter Narbe. Die Kapsel istfüuffächerig, fünfklappig und diese Klappen sind mit zahl-reichen Linsenkörpern besetzt #), sie enthält viele kleinegeflügelte Saamen.
Officinell ist die Rinde; Cedrelarinde, Surenrinde, Chinavon Giava, Chinachina aus Ostindien: Cortex Cedrelaefebrifugae. (Göbel Waarenkunde Bd. 1. tab. XXXI. fig.7—9.) Die Rinde ist nach Nees von den jüngeren Aestengenommen, und kommt in halb oder ganz zusammengerolltenStücken von 5 Zoll Länge vor; der Durchmesser dieser hal-ben oder ganzen Röhren beträgt in einigen wenigen nur 6—8Linien, bei dem gröfsten Theil ungefähr einen Zoll und darü-ber, die Dicke der Rindenstücke ändert von l 1 /» bis 2 Linien.E. Alegond Forster beschreibt jedoch viel gröf'sere Exemplare,sie sind nach ihm theils mit der Oberhaut bedeckt, theils nackt,erstere haben ein ungleiches äufseres Ansehen, mit vielenRissen und sich ablösenden Lamellen, und wegen des Flech-tenthallus eine graulichweifse Farbe. Die Stücke ohne Ober-haut sind gleichförmiger und zimratfarbig. Auf der Innenseiteist die Rinde gelblich und gleichförmig, auf dem Bruche sehrfaserig; sie schmeckt bitter und adstringirend, und hat einenschwachen, der Eichenrinde ähnlichen Geruch.
Vorwaltende Bestandtheile. Gerbestoff. Mees er-hielt aus einer Unze der Rinde: eigenthümlichen harzigenGerbstoff 20 Gran, gummigen oder gewöhnlichen braunenGerbstoff 13 Gran, gummigen geschmacklosen braunen Ex-tractivstoff mit einer Spur noch anhängendem Gerbstoff 13Gran und etwas Inulin. Ein Alkaloid konnte nicht aufgefun-den werden.
Anwendung. Man verordnet die Rinde im Decoct. zumal mit Cortex Sin-toc und Alyxiae, auch ist eine Tinctur, so wie ein Extract gebrauchlich, letzte-res hat nach Waitz Aehnlichkeit mit Catechu, es wird in Auflösung oder Pillenverordnet.
Geschichte. In Deulschland sind kaum noch Heilversuche mit dieserRinde gemacht worden, allein in Ostindien gehört sie zu den geschätztesten Arz-neimitteln, und schon Rumphius spricht von dem Gebrauche derselben, so wieder Bläuer gegen Fieber und Milzverhärtungen. In neuern Zeiten haben beson-ders Horsfield , Blume und Andere sie als ein höcW schälzbares Mittel kennengelernt. Man sehe Note sur l'ecorce de Cedrela febrifuga par A. Richard. Jour-de Chim. med. Mai 1837. p. 223, entlehnt von E. A. Forster Disscrt. hoton,pharmaceutico med. de Cedrela febrifuga Lugdun Batav. i836, auch in BrandesArchiv, 2. Reihe, Bd. 11. pag. 202. Waitz prakt. Beobachtungen über einigejavanische Arzneimittel pag 3i.
Cedrela orlorataL. Wohlriechende Cedrela. Ein in Siidameriltaeinheimischer, grofser, stark belaubter Baum, mit röthlichem Holze, das
*) Ueher diese Lenticellen oder Linsenkörper, die auch an vielen andern Ge-wächsen vorkommen, sehe man:
Untersuchungen über die Lenticellen. Eine Inaugural Dissertation,welche unter dem Präsidium von Hugo Mohl der öffentlichen Prüfung vor-legt C. E. Maier von Hirsau. Tübingen 1836.
H
II
al