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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1915
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Canelleae.

1915

sie mehr eine hellgelblichweifse Farbe. Die dünneren jünge-ren Rinden sind Kiemlich glatt, fühlen sich sanft an, und er-scheinen unter der Lupe sehr kurz und zartfilzig", die gro-bem altern sind mehr oder weniger runzelig. Die innere8eite ist hellgelblichweifs, eben, aus sehr feinen zartenLängsfasern bestehend. Der Längen- und Querbruch derharten, aber brüchigen Rinde ist uneben, nicht faserig, dieBruchstellen weifslich, mit mehr oder weniger Gelb undBräunlich marmorirt, glanzlos. Das Pulver der Rinde istblafsgelblich; sie riecht zumal beim Zerreiben und Zerstofsenangenehm und stark aromatisch, nelken- und zimmtähnlich,und schmeckt bitterlich, dann brennend scharf, an Nelkenund Pfeffer erinnernd. Jodtinctur färbt die Rinde stellenweisedunkelblaugrün. Der kalte, verdünnte, wässerige, kaum ge-färbte Aufgufs wird durch salzsaures Eisenoxyd schwachbräunlichgelb gefärbt, Gallustinctur trübt ihn etwas weifslich.

Vorwaltende Bestandtheile: scharfes aromatischesOel und bittrer Exfractivstoff. Nach Henry enthält die Rindeätherisches Oel, Harz, Extractivstoff, Farbstoff, Gummi,Stärkmehr, Eiweifsstoff, essigsaures Kali und Kalk, Salzsäu-ren und kleesauren Kalk, Magnesia. Petroz und Robinetfanden darin noch einen dem Mannazucker ähnlichen, nichtder geistigen Gährung fähigen Zucker, den sie Can ellinnennen. Das ätherische Oel ist nach Henry leichter als Was-ser, aber schon Sloane gab das Gegentheil an. Raybaud er-hielt aus 25 Pfund trockner Rinde des Handels 1" Drachme12 Gran ätherisches Oel, welches schwerer als Wasser war,dick, etwas strohgelb, später aber dunkler wurde und einewenig aromatische Beschaffenheit hatte.

Güte, Verwechslung. Die Güte und Aechtheit er-kennt man an den mitgetheilten Merkmalen. Die Rinde vonmittlerer Dicke und starkem nelkenartigem Gerüche und Ge-schmacke ist die beste. Verwechselt wird sie mit der bereitsoben (p. 1474) beschriebenen und eben nicht schwer zu er-kennenden Winter'schen Rinde, besonders ist die dunklereFarbe, zumal die zim mtbraune Beschaffenheit der Bast-seite ein sicheres Unterscheidungskennzeichen. Auch das ab-weichende Verhalten der Aufgüsse beider Rinden gegen Ei-senoxydulsalze und Gallustinctur dienen zur Charakteristikderselben; ein Infusum frigid um Conicis Canellae albae wirdvon salzsaurem Eisenoxyd bräunlichgelb, ein solches des Cor-tex Winteranus dunkelbraun, auf letzteres hat Gallustincturkeine Wirkung, während sie das Infusum des weifsen Zimmtsweifslich trübt. Häufig wird Canella alba mit Costus ver-wechselt, und unter diesem Namen, als Costus dulcis undCostus corticosus kommt er häufig im Handel vor, währendmanche Droguisten den Namen Canella alba in ihre Preis-listen gar nicht aufnehmen. Dafs gegenwärtig unter dem

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