Canelleae.
ms
viele dunkler gefärbte Lüchen zeigen, welche auf dem atfasartig glänzen-den Gewebe des Holzes stark abstechen, was an den von diesem Holzegefertigten Möbels einen guten Effect macht, daher solche jetzt auch sehrbeliebt sind. Das eigentliche Carapaholz (Bois de Carapa) der Fran-zosen ist jedoch ein verschiedenes, aber ebenfalls von einem Baume ausder Familie der Meliaceen abstammendes Holz, das dem von den Uferndes Senegal kommenden Cailcedra-Holz (Cedrela odorata L.) ähnlich istund ein marmorirtes orleanfarbiges Ansehen hat, und deshalb von denEbenisten sehr gesucht wird. Man sehe Vircy in dem Journal de Pharm.Avril 1839. pag. 22.
Familie: CANELLEAE Martins.Canelleen.
Die Canelleen, früher theils zu den Guttiferen, theils zuden Meliaceen gerechnet, bilden eine kleine Gruppe von Bäu-men, die nur allein im tropischen Amerika wohnen, ihre Blät-ter stehen gegen einander über, oder zeigen auch eine alter-nirende Anheftung; sie sind ungetheilt und am Rande ganz,auch mangeln die Afterblättchen. Die Blumen sind regelmäs-sige Zwitter, welche am Ende der Zweige, seltner in denBlattwinkeln einzeln, oder in Afterdolden geordnet stehen.Der Kelch besteht aus 3—5 freien oder mit einander ver-wachsenen Blättchen, und die Corolle hat fünf in der Knospegedrehte Blumenblätter. Die zahlreichen Staubfäden sind ineinen oder auch in fünf Bündel verwachsen; ihre Staubbeutelöffnen sich häufig an der äufsern Seite mit zwei Spalten.Der drei- bis fünf fächerige Fruchtknoten trägt auf einfachemGriffel eben so viele Narben, als er Fächer hat und dieselbeZahl von Fächern findet sich auch wieder in der beerenarti-gen Frucht. In jedem Fache befindet sich ein oder zwei Saa-inen, deren gekrümmter Embryo in einem fleischigen Eiweifseliegt, die Cotyledonen sind dick und das Würzelchen gegenden Nabel gerichtet.
Gattung Canella Palrick Broten. Canellbaum.
(System. Linn. Dodecandria Mortogynia oder richtiger Monadelphia Dodecandrit.)
Der bleibende Kelch ist in drei Segmente getheilt; dieCorolle besteht aus fünf etwas dicken, fast lederartigen Blu-menblättern. Zehn bis fünfzehn Staubfäden sind zu einerRöhre verwachsen, und haben auswärts gekehrte Staubbeutel.Der Fruchtknoten trägt auf einfachem Griffel drei Narben undhinterläfst eine gewöhnlich dreifächerige Beere, die in jedemFache einen oder zwei Saamen enthält.
v