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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1912
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1913

Meliaceae.

I

Garapa gujancnsis Aublct. Xylocarpus Carapa Sprengel-Persoonia Guareoides Willdenow. Westindische Holzfrucht oder Ca,rapa; in die Octandria Monogynia gehörend. Ein in Gujana und Hispa-niola einheimischer Baum, dessen Blätter an der Spitze der Aeste stehen;sie sind abwechselnd, gleich gefiedert, ort über 1 Fufs lang und aus 3-12Paaren gegen über stehender, länglicher, glatter Blättchen zusammenge-setzt. Die Blumen kommen am Ende der Zweige hervor und bilden meh-rere gestielte Trauben , die viel kürzer als die Blätter sind. Der Kelchist vierlappig, lederartig und die Corolle besteht aus 4 Blumenblättern,welche weifs sind, etwas in das Purpurrothe übergehen, und einen ange-nehmen, dem Jasmin etwas ähnlichen Geruch verbreiten. Die Frucht isteine 4hlappige Kapsel von i 4 Zoll im Durchmesser, von rostbraunerFarbe, kugelig, mit einem kleinen Punkt auf der Spitze, der auf vier vor-springenden erhabenen Seiten sich erhebt. Jedes der vier Fächer schliefst»4 ungleiche über einander liegende und abwechselnd eingedrückte Saa-men ein. Die Rinde dieses Baumes, Gar a p a - Rinde , ist dick, aufsengrau, runzlig, hie und da mit grünem Moos besetzt, innen dunkelroth-braun, auf dem Bruche eben, harzig, zum Theil von anhängendem Holzesplitterig, und hat einen bittern chinaartigen Geschmack. Die Abkochungverhält sich nach Petroz und Robinet der grauen China ähnlich, auch wol-len dieselben Chemiker in dieser Rinde ein organisches Alkali, Chinasäure,Chinaroth, rothen farbigen Extraetivstoff, grünes Fett und ein Kalksalzgefunden haben. Nach Melle ist sie ein vortreffliches Mittel gegen Wech-selfleber und allen andern vorzuziehen. Aus den Saamen gewinnt man dasCarapa-Oel, es ist ungefärbt, dick, und oft beinahe fest, von sehrbitterm lange anhaltendem Geschmacke Boullay will darin ein organischesAlkali gefunden haben. (Journal de Pharm. 1821. p. 293 u. 394.) In nichtgut verschlossenen Gefäfsen aufbewahrt, wird es gelblich und ranzig unddas nach Europa kommende hat gewöhnlich eine Butter-Consistenz. Esist dem Olivenöl vorzuziehen, um eiserne Instrumente oder andere Geräth-schaften vor Rost zu bewahren, auch dient es zum Einschmieren der Stahl-ledern, Schrauben. Die Indianer vermischen es mit Orlean und bestrei-chen den Leib damit, um sich vor Insektenstichen zu schützen. Innerlichwird es als ein kraftiges Wurmmittel gegeben. Man sehe A. Richard inBrandes Archiv Bd. 34. p 146.

Carapa guineensis Don. C. Touloucina Guill. et Perrottet.Afzelia splendens Hort. Ein dem vorigen verwandter in Guinea einheimi-scher Baum mit sehr langen hängenden Aesten. Die Blätter sind 2 <i]f 2Fufs lang und bestehen aus 612 Paaren oval-länglichen Blättchen. Dieröthlichweifsen Blumen bilden am Ende der Zweige 13 Fufs lange aus-gebreitete Rispen, und hinterlassen grofse fast fünfeckige Kapsein mitschwarzrothen Saamen, welche ein ähnliches Oel liefern, wie das dervorigen Art. Es wird zwar für giftig gehalten, doch die Saamen werdenvon den Schweinen ohne Nachtheil gefressen, auch wird ihr Fleisch davonnicht bitter, während bei den Kaninchen, Hasen und andern Nagethieren,die davon fressen, das Fleisch einen so bittern Geschmack annimmt, dafsman es nicht geniefsen kann. Man sehe Virey in dem Journal de Pharm,Mai 1834. p. 307. Pharm. Centralbl. 1834. p 762.

Mehrere andere Arten dieser Gattung zeichnen sich noch durch aus-serordentliche Bitterkeit aus; die in Ostindien einheimische Carapa mo-luccensis Lamark oder Xylocarpus Granatum König, deren Frucht-schale zumal als bittres Magenmittel dient, eben so die der in Java wach-senden Carapa obovata Blume oder Xylocarpus obovatus Adriendejussieu.

Carapa procera Decandolle; Trickilia procera Forsyth. Einauf den karibäischen Inseln einheimischer Baum, dessen Blätter aus 4 5Paaren länglicher, an der Basis keilförmig schmälerer, stumpfer, lederar-tiger Blättchen bestehen Die Blumen haben fünf Blumenblätter und zehnStaubfäden. Das Holz dieses Baumes ist sehr dadurch ausgezeichnet, dafsdie von dem Mittelpunkte nach der Peripherie verlaufenden Markstrahlen