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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1910
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1910

Meliaceac.

I

chen nicht sind. Der eben gedachte Naturforscher fand in 180 Gran derreifen Früchte: Wasser, durch das Trocknen der Frucht ahgedunstet 100,0,Chlorinit oder Grünharz 5,o, Harz 1,2, eine Art Sarcocolla 6,0, Schleiin-stoff 0,2, Gummi 10,0, stärkmeblhaltige Faecula 7,0, fettes Oel 2,0, hol-zige Theile 461O, Spuren von Essigsäure und Verlust 2,0. Ueber die derPflanze zugeschriebenen Heilkräfte sehe man Behrend Journalistik. Febr.,834- P- *77 Ferner Histoire naturelle et toxique du Lilas des Antei-les, avec l'analyse chimique de ses fruits, par J. B. Ricord. Madianna.Journal de Pharm. Sept. i833. p. 000. Annal. der Pharm. Bd. 10. p. 35:2.

Azadirachta indica Jussieu oder Melia Azadirachta L. Grofs-blätteriger Zedrach, Neembaum. Ein ansehnlicher in Ostindien einheimi-scher Baum, mit gefiederten, glatten Blättern, deren Blättchen schief lan-zettförmig, sichelartig gekrümmt und gesägt sind. Die weil'sen Blumensteben in sparrigen Rispen und hinterlassen olivengrolse, zuerst gelbe, beider Reife purpurrothe Steinfrüchte. Die stark und widerlich riechenden,bitter schmeckenden Blätter werden in Ostindien äulserlich und innerlich,bei Verwundungen, gegen Würmer, Hysterie und als Magenmittel ge-braucht, und aus den Kernen erhält man ein fettes Oel. Piddington willaus dieser Pflanze ein organisches Alkali (?) erhalten haben, das er alsSurrogat des schwefelsauren Chinins vorschlägt.

Nach Ainslie ist die Rinde nicht unangenehm bitter und adstringirend,und gehört zu den wertbvollsten tonischen Mitteln. Dr. White wdl da-von in Bombay beinahe eben solche Erfolge gesehen haben , wie von derChinarinde. Die Javaner benutzen diese Binde auch gegen Würmer. DieBlumen sollen gegen die asiatische Cholera gute Dienste leisten. Auchdas aus den Kernen geprefste Oel, das den Namen MargosaOel führt,wird zu mancherlei Heilzwecken verwendet und namentlich gegen das vonheftiger Einwirkung der Sonne herrührende Kopfweb gerühmt.

Sandorieum indicum. Sandoribaum. Ebenfalls in die Monadel-phia Decandria gehörend. Ein auf den Inseln des ostindischen Archipelseinheimischer Baum, mit einpaarig gefiederten Blättern, deren Blättchenoval, am Rande ganz und mit weichen Haaren besetzt sind. Die kleinen

?;elben Hlumen bilden achselständige Rispen, sie haben einen kurz fünf-appigen Kelch, fünf Blumenblätter, einen im Kelche halb versenkten undvon der zehnzahnigen Nectarscheibc umgebenen Fruchtknoten: dieser trägteinen cylindrischpn Griffel mit fünflappiger Narbe und hinterläfst eine gelbeorangenartige, fünffächerige Beere, deren mandelartige Saamen von einerpergamentartigen, innen pulpösen Hülle umgeben sind. Die aromatischeWurzel dient als ein krampfstillendes Magenmittel; auch gegen den weifsenFlufs wird sie in Java in Verbindung mit der sehr bittern Wurzelrindedes Xylocarpus obovatus verordnet.

Guarea trichilioid es L. Melia Guarao Jacquin, G. grandifoliaDecandolle, Trichilia Guara L., von Linne in die Octandria Monogyniagebracht. Ein in Guinea und Westindien einheimischer Baum, mit viel-paarigen Blättern, deren Blättchen ovallänglich und glatt sind. Die klei-nen, weifsgrünlichen Blumen stehen in ästigen Traubeu; sie haben einensehr kleinen vierzähnigen Kelch, vier Blumenblätter und am Schlünde dergezähnten Staubfadenröhren stehen acht Staubbeutel Die Frucht ist einestumpfe, fast kugelrunde vierfächerige, vierklappige Kapsel, die in jedemFache einen mit einer besondern Decke umgebenen Saamen enthält. AlleTheile des Baumes riechen moschusartig, am stärksten aber die senarf bit-ter schmeckende Rinde, die sich durch ihre kräftige Brechen und Purgi-ren erregende Eigenschaften auszeichnet.

Guarea Swartzii Decandolle oder G. triebilioides Swartz.Moschusbaum. Er ist in Westindien einheimisch, und hat zwei- bis vier-paarige Blätter, deren Blättchen oval - lanzettförmig , zugespitzt und glattsind. Die weifstichen Blumen stehen in kleinen, schlatfen, etwas ästigenTrauben und hinterlassen grofse, runde Kapseln, deren Saamen von einerscharlach'-othen Decke umgeben sind. Das Holz ist bitter und harzig und