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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1903
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Hypericineae.

1903

sind und nach der Befruchtung sich spiralförmig zusammen-drehen. Die zahlreichen auf dem Fruchtboden stehendenStaubfäden sind in drei bis fünf, seltner nur zu einem Bündelverwachsen oder auch ganz frei, sie tragen kleine gelbe, ander Spitze oft mit Drüsen besetzte, und mit einer Längsliniesich öffnende Staubbeutel. Der Fruchtknoten wird aus 35Kammern oder Carpellen gebildet, er trägt eben so viele fa-denförmige Griffel mit einfachen Narben und hinterläfst einebeerenartige, geschlossen bleibende oder Kapselfrucht, deren35 Fächer an der Spitze getrennt, und an der innern Su-tur sich öffnen. Die nach innen gebogenen Ränder der Klap-pen bilden die Scheidewände, in deren Mitte öfters die Rän-der verbindend ein Säulchen sich befindet, an dem die zahl-reichen Saamen festsitzen. Diese sind cylindrisch, eiweifslos,der Embryo gerade, dessen Würzelchen nach unten gerichtet,und blattartig entwickeln sich beim Keimen die Cotyledonen.

Gattung Hypericum L. Hartheu.

(System. Linn. Polyadelphia Polyandria.)

Der Kelch ist fünftheilig, die Corolle besteht aus ebenso vielen Blumenblättern. Die zahlreichen Staubfäden sindin drei bis fünf Bündel verwachsen. Der Fruchtknoten trägtdrei bis fünf theilweilse freie Griffel und hinterläfst eine Kap-sel, die sich mit eben so vielen Klappen öffnet, als Kammernim Fruchtknoten sind.

Hypericum perforatum L.

Gemeines oder durchbohrtes Hartheu, Johannis-kraut, Johannisblut , Hexenkraut, Hasenkraut,Teufelsflucht u. s. w.

(Blackwell Herb. tab. i5. Plenk plant, med. tab. 382. Hayne Bd. 8. tab. 42.

Düsseid. Samml. Lief. 4 tab. 8. Mann DeutscM. wildwachs. Araneipfl. 19. Lief.

Guimpel et Schlechtendal t 83. Hypericum officinale Gater. H. officinarum

Crantz. H. vulgare Lamark. H. virginicum Walter.)

Das gemeine Johanniskraut wächst häufig; an Wegen undZäunen, an den Rändern der Aecker und Haine, auf Wei-den u. s. w. Es ist eine ausdauernde krautartige Pflanze,mit kriechender ästiger Wurzel, die mehrere aufrechte, 12Fufs hohe, oben zweischneidige, sehr ästige, steife, glatteStengel treibt, mit gegen über stehenden aufrechten Zweigen.Auch die Blätter stehen gegeneinander über, sie sind unge-stielt, V» bis 1'/» Zoll lang, 2 4 Linien breit, ganzrandig,hochgrün, glatt, am Rande schwarz punktirt und gegen dasLicht gehalten mit zahlreichen sehr kleinen, durchsichtigen,punktförmigen Stellen versehen. Am Ende des Stengels undder Zweige erscheinen in den Sommermonaten die ansehn-lichen hochgelben Blumen in kleineu kurzgestielten Dolden-

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