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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1902
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1902

Hypericineae.

farbenen Blumen. Die Früchte haben die Gröfse einer Pomeranze undeinen so lieblichen Geruch, nebst säucrlichsüfsem, gewürzhaftem , denbesten Weintrauben ähnlichen Gesclimacli, dafs man sie für die köst-lichste Frucht der Erde hält, deren Genufs auch für jeden Kran-ken unschädlich ist. Die adstringirende Schale der Mangostanenfruchtwird in Ostindien gegen Stulilzwang und der Aufgufs als Gurgelwasserbei Sclivvämnichen und Geschwüren im Halse gebraucht.

Mammea americana L. Mammeybaum ; in die Polyandria Mono-gynia gehörend. Ein in Westindien einheimischer schöner, 60 70 Fufshoher Baum, mit gegen über stehenden, oval-länglichen, sehr stumpfen,ganzrandigen, glänzend grünen, lederartigen Blättern j auf kurzen Stielenstehenden, weilsen, wohlriechenden Blumen, welche zweiblättcrige abfal-lende Kelche und eine aus vier lederartigen Blumenblättern bestehende Co-rolle haben, dabei sehr hurze Filamente und eine kopfförinige Narbe.Die Früchte sind braungelb, rauh, viersaamig, ungefähr von der Gröfseder Quitten; ihre äufsere Haut ist dick, lederartig, die innere gelblichund sehr bitter, das von derselben wohl zu befreiende Fleisch schmecktangenehm suis, ungefähr wie Aprikosen, und wird als Obst verspeist.Die Rinde dient als Arzneimittel, und mit den Blumen bereitet man einenLiqueur, der unter dem Kamen Eau de Creole bekannt ist. Aus denAesten erhält man durch Einschnitte einen weinigen Saft, der Mominoder Toddy-Wein genannt und als harntreibendes Mittel benutzt wird.Hier ist auch die Kafa-Pflanze zu erwähnen: eine parasitischeschlingende Art \on Clusia, welche in Gujana wachs, und eine gröfsewohlriechende Blume trägt, in deren Scheibe eine Art von gelblichem,weichem und klebendem Wachse sich findet. Aus der verwundeten Rindeliefst eine milchige Flüssigkeit, die sich zu einer braunen harzigen Sub»tanz verhärtet. Magazin für Pharm. Bd. 3o. p. 116.

Familie: HYPERWINEAE Jussien.

Hypericineen.

Die Hypericineen sind theils Kräuter, theils Strauch- undslbst baumartige Gewächse, die häufig harzige Säfte enthal-t«. Sehr weit sind sie über die Erde verbreitet, wachsenaier am reichlichsten in den wärmeren Theilen der gemäs-tigten Zone, und werden sparsamer, je mehr sie kälterenfegenden sich nähern. Amerika, zumal der nördliche Theil,it reich an Hypericineen, auch Europa und Asien besitzeneren mehrere, nur wenige aber sind in Afrika und INeuhol-lnd zu finden. Der Stengel und die Zweige sind gewöhn-];h knotig gegliedert. Die Blätter stehen gegen einanderüer; sie sind einfach, ungleich, oft am Rande ganz, oderaiden Kerbzähnen mit Drüsen besetzt, die sich nicht seltenaiih in der Blattsubstanz als durchleuchtende Punkte zeigenodr als kleine schwarze Körnchen den Hand auf dem Kelchebeizen. Die Afterblättchen mangeln. Gewöhnlich haben dieBirnen eine gelbe Farbe, es sind regelmäfsige Zwitter, öftersin iveitheilige Afterdolden an der Spitze der Zweige geord-net Der Kelch besteht aus 45 freien bleibenden Blättchen,diemr an der Basis etwas zusammenhängen. Mit ihnen al-terot eine gleiche Zahl von Blumenblättern, die oft geädert