Garcinieae.
1895
oder ingröfseren unregelmäfsigen Bruchstucken vor, ist in Masselebhaft braungelb, matt oder wenig glänzend, zum Theil mitetwas gelbem Pulver bestäubt, undurchsichtig, schwerer alsWasser, fühlt sich sanft, fast ein wenig fettig an, ist hartund spröde, leicht zu brechen, hat flachmuschligen, wachs-glänzenden Bruch, an den Kanten, so wie in dünnen Splitternist es gelb, durchscheinend und liefert zerstofsen ein hell-gelbes Pulver. Das Gummigutt ist geruchlos und erscheintanfangs auch geschmacklos, doch bei längerer Berührungmit der Zunge empfindet man einen kratzenden, etwas süfs-lich-reizenden Geschmack, wobei der Speichel sich gelb färbtIn der Hitze schmilzt es unter Verbreitung eines eigenthüm-lichen süfslichen Geruches nur unvollkommen, angezündetbrennt es ziemlich leicht mit heller rusender Flamme. In */«Weingeist ist es löslich und gibt mit Wasser schnell eineschöne gelbe Milch.
Prof. Christison in Edi'nburg, dem man eine sehr schätz-bare Abhandlung über diese Drogue verdankt *3, beschriebdie einzelnen Sorten des Handels genauer, woraus wir dienachstehenden Notizen entlehnen.
Die bedeutendsten und feinsten Sorten von Gummi-Guttwerden insgemein als aus dem Königreich Siam kommendangenommen, und werden aus China über Singapore nachEngland ausgeführt. Man unterscheidet folgende Sorten:
1. Röhren- Gummigutt, in dem Droguenhandel sei-ner Form wegen also genannt. Es kommt gewöhnlich in cy-lindrischen Massen, von V* bis 1 Zoll, bis nahe zu 3 ZollDurchmesser vor, ist in der Regel hohl, oft über einandergerollt und zusammenhängend. Nicht selten sind mehreredieser Röhren oder Cylinder fest zu unregelmäfsig geformtenKuchen oder Klumpen zusammengebacken, die 3 — 4 Pfundwiegen, und bei welchen man die Spuren der Höhlungen,obgleich sehr abgeplattet, noch findet. Die Oberfläche dernicht verschmolzenen Cylinder ist schmutzig-grünlichgelb und
festreift, deutlich von dem Ausdruck der Schildrohrformenerrührend, in welche der noch weiche Saft fliefst. Wennmehrere Cylinder zusammenhängend zu Kuchen oder Klumpenzusammengeprefst vorkommen, so ist diese Masse gewöhnlichin breite Blätter gewickelt, die einer Pflanze der Malvaceenoder Bombaceen anzugehören scheinen. Das Röhrengummi-gutt ist sehr zerbrechlich und besitzt einen etwas muschligen
*) On the sources and composition of Cambogp, vrith an examinalion of soraeanalogous concrete Juices By Rob. Christison M. Dr. Prof. of Materia me-dica in the Univ. of Edinburgh. Companion to the ßotanical Magazine byW. J. Hooker Vol. II. London 1836. pag. 233. Annal. der Pharm. Bd.%3. pag. 172, auch aus einer französischen Zeilschrift daselbst Bd. 19.pag. 22 t.
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