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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1896
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1896

Garciuieae.

Bruch, dessen Oberfläche glatt ist, von braungelber Farbeund glänzendem Ansehen. Geritzt oder geschabt wird eshellgelb, und mit nassem Finger gerieben bildet sich schnelleine Emulsion oder Paste von derselben Farbe. Es besitztkaum einen Geschmack; nach einiger Zeit bringt es jedoch,zumal im hintern Theile des Schlundes eine Empfindung vonSchärfe hervor. Eben so ist es geruchlos, doch reizt derfeine Staub, welcher beim Pulvern desselben auffliegt, zumNiefsen und vermehrt die Schleimabsonderung in der Nase.In Gaben von 3,5, höchstens 7 Gran wirkt es als ein kräfti-ges Purgirmittel. Zu einer Drachme gereicht, kann es leichttödtüche Entzündung der Eingeweide zur Folge haben.

2. Kuchen oder Klumpen Gummigutt. Man trifftes in groben ungestalteten Massen von 3 4 und mehr PfundGewicht an, an deren Oberfläche keine Eindrücke von Schilf-formen bemerkbar sind. Es enthält Holzstücke, worunter oftZweige von ziemlicher Starke. Auf dem Bruche ist es nichtso dicht und glatt, wie das Röhrengummi, sondern es istvoll kleiner Luftbläschen und dabei viel weniger zerbrechlich,so dafs es sich bei weitem schwieriger pulvern läfst, als dievorige Sorte. Sein Bruch ist nicht muschlig, sondern split-terig und ganz ohne Glanz. In der Farbe stimmt es jedochmit jenem nahe überein, Geschmack und Geruch sind die-selben, und mit dem befeuchteten Finger reibt sich leicht einehell gummiguttgelbe Emulsion ab.

Es scheint, dafs das Kuchen-Gummigutt nicht einfachesNaturproduct ist, sondern vielmehr ein künstliches Machwerk,eine Verfälschung, wie aus der unten mitzutheilenden Analysesich ergibt. Uebrigens mufs man sich blos durch die Kuchen-form nicht verleiten lassen, dieses immer für eine schlechteDrogue zu halten, denn auch das Röhren-Gummigutt kommt inKuchenform nicht selten vor, in welchem Falle mehrere Röhrenoder Cylinder, als sie noch weich waren, fest an einandergeklebt sind. Das gewöhnliche verfälschte Kuchen-Gummi-gutt bildet als feines Pulver mit Wasser gekocht eine Emul-sion, welche von Jodtinctur wegen des Gehaltes an betrüglichbeigemischtem Stärkemehl dunkelgrün gefärbt wird, währendeine Emulsion von Ilöhrengummigutt unter gleichen Umstän-den nur einigermafsen eine Lohfarbe annimmt.

3. Gemeines Gummigutt. Es wird von einigen eng-lischen Droguisten mit dem Kuchen- oder Klumpen-gummi-gutt zusammengeworfen, auch ist es in der That weiter nichts,als die schlechteste unreine Sorte desselben. Christison er-hielt eine Probe davon, die den aufseien Merkmalen und derZusammensetzung nach mit dem oben beschriebenen Kuchen-Guinmigutt sehr nahe übereinstimmte, während eine andereProbe , eine härtere, auf dem Bruche mehr erdige Droguewar, von graugelblicher Farbe, sowohl im Stück, als Pulver