1894
Garcinieae.
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nicht bemerkbar, zumal oben, im getrockneten Zustande abererscheinen sie auf beiden Seiten. Die Blumen sind getrenn-ten Geschlechtes, monöcisch (oder diclinisch?). Die männ-lichen sind klein (8—9 Linien lang), in den Blattwinkelngehäuft und auf einblumigen kurzen Stielen sitzend. DerKelch besteht aus vier fast gleichen, dachziegelförmig He-genden Blättchen, die concav, häutig, geädert, die äufserenfast ganz und etwas lederartig in der Knospe, die innerensparsam wimperartig gezähnt, an der innern Seite gelb, ander äufsern mehr weifslichgelb sind. Die vier Blumenblättersind elliptisch-spateiförmig, lederartig, gekerbt, länger alsder Kelch, weifsgelblich, an der innern Seite gegen die Ba-sis roth, abfallend. Die verwachsenen Staubfäden bilden einevierseitige Säule; an der Spitze stehen als rundliche Köpfchenauf einein kurzen keilförmigen , freien Fortsatze der Filamentedie Staubbeutel, die sich mit einem genabelten, umschnittenenDeckelchen öffnen; der Pollen besteht ans elliptischen gelbenKörnchen. Keine Spur von Fruchtknoten. Die weiblicheBlume ist unbekannt. Die Beere, von der Cröfse einer run-den Kirsche, der äufsere Theil derselben ist fest, röthlich-braun, mit einer süfsen vierfächerigen Pulpe; an der Basisist die Frucht von dem stehen bleibenden Kelche, sowie vonder zum Theil sterilen Staubfadensäule umgeben und an derSpitze mit der vierlappigen höckerigen Narbe gekrönt. JedesFach enthält einen Saamen. Diese Saamen sind im Verhält-nifs zur Beere breit, elliptisch -nierenförmig, von der Seitezusammengedrückt, ihre Decke ist röthlichbraun, leicht inzwei Theile trennbar, die dicken Cotyledonen bilden eineeinförmige zusammenhängende zellige Masse, mit einem cen-tralen fadenförmigen, etwas gekrümmten Schnäbelchen.
Officinell ist das von diesem Baume gewonneneSchleimharz oder das zeilani sehe Gummi-Gutt, dasZwar nicht zu uns kommt, aber mit dem bei uns gebräuchli-chen aus Siam, in chemischer Hinsicht, so wie den Heilkräf-ten nach ganz übereinstimmen soll, so dafs man geneigt istanzunehmen, das zeilanische und siamesische Gummi - Guttkomme von ein und ebendemselben Baume. Dr. Christisonist geneigt anzunehmen, dafs die schon von Murray geäus-serte Vermuthung richtig ist, es sey der Baum, welcher dasGummi-Gutt liefert, mit der Bhoodist-Religion von Siam nachZeilan verpflanzt worden, nach welcher die gelbe Farbe, dieder gedachte Baum liefert, für eine geheiligte gilt.
Das Gummi-Gutt der Officinen, Gutti, Gummi Gut-tae, Cambogiae seu Gambiae, ist ein an der Luft er-härtetes Schleim- oder Gummiharz, welches durch Einschnittein die Rinde des Baums erhalten wird, oder beim Zerbrechender Blätter und Zweige hervorquellend abtröpfelt. Es kommtin dicken Cylindern gewunden wie Wachsstöcke, Kuchen,
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