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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1892
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189g Tiliaeeae.

sind viel länger als die Blattstiele und jeder trägt 2 3 grofse wohlrie-chende Blumen, deren Blumenblätter an der Spitze abgestutzt und ge-kerbt, so lang wie der Griffel sind. Die Früchte sind ovalrunde, schwachgeriefte, erbsengrofse, weich behaarte Kutschen mit braunen Saamen.

Tilia caroliniana Miller. Harolinianische Linde. T. laxifloraMichaux, T. pubescens Aiton. Ein dein vorigen verwandte» Baum, dervon Georgien an südlich vorzugsweise in Harolina wächst, und eine graueRinde hat. Die Blätter sind herzförmig, doch mehr der ovalen Form sichnähernd, kurz zugespitzt, auf der utitern Seite ganz fein und weich be-haart. Die sehr angenehm narcissenartig riechenden Blumen, deren jedes-mal 9 3o beisammenstehen, bilden eine schlaffe, fast in eine Rispe über-gehende Doldentraubc, was diese Species sehr auszeichnet; ihre Blumen-blätter sind an der Spitze tief ausgerandet, und der Griffel ist bedeutendlänger als die Corolle. Die erbsengrofse Frucht ist vollkommen kugel-rund, und von grauer Farbe*).

Die Blumen dieser und der vorigen Art vertreten in Amerika die Stelleder europäischen Lindenblütben.

Die Lindenbliithcn scheinen um so gcruchvoller zu seyn, je wärmerdas Klima ist, unter dessen Einflufs der Baum sich befindet, so riechendie carolinianischen Linden besser als die canadischen, die ungrische Sil-berlinde besser als die gemeine Linde des nördlichen Europa ; die Blumen derin Alleen an geschützten Stellen befindlichen, liefern stärker und lieblicherriechende Blumen, als die Linden, welche in rauhen Gebirgswaldungenwachsen.

Familie: GARCINIEAE Decandolle.Garcinieen.

Die Garcinieen, bisher von den meisten Autoren mit Jus-sieu unter dein Namen der Guttiferen vereint, begreifen auchhier dieselben, mit einziger Ausnahme der Gattung 1 Calophyl-Ium, die schon oben unter dem Namen der Calopnylleae vor-kam, und sich von den Garcinieen in der That durch deneinfacheren Bau der Frucht [Haplocarpae f'ructu aborluunüocukü i) unterscheidet.

Die Garcinieen sind nur allein in den wärmsten Gegen-den der Erde zwischen den Wendekreisen anzutreffen, essind Bäume oder Sträucher, die sich durch den Gehalt anharzigen gefärbten Säften auszeichnen. Die Blätter stehengegen einander über, sie sind Jederartig, kurz gestielt, einfach,ganz, von einem Hauptnerven, mit vielen kleinen, parallellaufenden durchzogen. Blattansätze mangeln, üie BJumensind Zwitter oder getrennten Geschlechtes, sie entwickelnsich öfters büschelweise aus den Blatt winkeln, oder bildenTrauben oder Bispen am Ende der Zweige. Der oft bleibendefreie Kelch hat zwei bis acht Blättchen, die dachziegelartigabwechselnd über einander liegen. Mit diesen alternirt eine

*) Eine Monographie der Linden lieferte Spach in den Annales des Sciencesnatur. Vol. i. p. 331. u. d. f.; auch sehe man Annalrn der PharmacieBd. 2o. p. 267.