1886
Dipterocarpeae.
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Charakteristisch ist die chagrinartige unebene Oberfläche, welche, da siesich auch in allen Vertiefungen findet, nicht sowohl von äufsercn Jundrük-lien als von einer Zusammenschrumpfung beim Eintrocknen abhängen mag.Zuweilen Kommt ein sogenannter gewaschener ostindischer Copal vov,an welchem die cliagrinartige Oberfläche fast ganz abgeschabt worden ist.Diese Cop.dsorte fliest offenbar nicht aus den Wurzeln, sondern aus Stammuiid Zweigen aus. Ostindischer Copal löst sich nicht in einem Gemengevon Alcohol und Terbenthinöl auf, sondern muls zur Firnilsbercitung aufdie bekannte Weise geschmolzen werden. Brandes Archiv 2. Reibe Band18. Heft 2. p. 180 ff.
Man vergleiche oben Hymenaea stilpocarpa p. in5.
Familie: TIL1ACEAE Jussieu.
T i 1 i a c e e n.
Die Tiliaceen sind Bäume oder Sträucher, seltner Kräu-ter, die meistenteils in den Tropenländern und nur wenigein gemäfsigten Landstrichen wohnen. Gewöhnlich stehen dieBlätter zerstreut, sie sind einfach, gestielt, am Bande ge-kerbt, gesägt oder gezähnt, ganz oder gelappt und ihre Sub-stanz von den oft bandförmig verästelten Gefäfsbtindeln durch-zogen. Zu den Blättern kommen noch zwei, meistens baldabfallende Afterblättchen. Die Blumen sind regelmäfsigeZwitter, einzeln in den Blattwinkeln stehend, oder auch zuTrauben und Doldentrauben geordnet. Der Kelch ist drei-bis fünfspaltig oder besteht öfters aus 4—5, auch 6 — 7bald abfallenden Blättchen. Die Blumenblätter stehen auf dembisweilen stielförmigen Fruchtboden, in gleicher Zahl alsKelchsegmente, vorhanden sind, und mit ihnen alterni-rend. An dein Nagel der (nur höchst selten fehlenden) Blu-menblätter befindet sich nicht selten ein Grübchen oder eineNectarschuppe. Die Staubfäden stehen, oft in unbestimmterZahl, auf der Spitze der Fruchtbodens, sie sind frei, odernur an der Basis etwas verwachsen, bisweilen mangeln vie-len derselben die Staubbeutel. Diese öffnen sich mit einerdoppelten Bitze und haben eine ovale oder rundliche Form.Der aus vielen kleinen verwachsenen Kammern gebildeteFruchtknoten trägt auf einfachem Griffel so viele Narben alsFächer oder Kammern im Fruchtknoten sind. Die Linden-frucht fCarcerulus Bichard) öffnet sich nicht, sie hat einelederartige, holzige oder etwas fleischige Hülle und ist inmehrere Fächer getheilt, oder sie erscheint im Verlaufe derVegetation gleichsam nur einfächerig. An dem Mittelpunktejedes Faches liegen mehrere, öfters von einer besonderenDecke (jjrillus) umgebene Saamen, mit fleischigem Eiweifse,in dessen Mitte der Embryo sich befindet, er hat ein, ge-wöhnlich nach unten gerichtetes Wiirzelchen und flache, blatt-artige Cotyledonen.