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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1885
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Dipterocarpeae.

1885

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Dipterocarpus trin er v is Blume. Ein in den Urwäldern vonJava einheimischer Baum, der i5o 200 Fuls hoch wird, mit ovalen, et-was zugespitzten, an der Basis abgerundeten glatten Blättert!. 3ede derspäter hängenden in den Blaltwinheln hervorkommenden Blüfhenstieleträgt 3Sochergelbe, roth gestreifte Blumen, deren grofse Kelchzipfellänglich lanzettförmig, stumpf und von drei Haiiptnerven durchzogen sind.Die nufsartigen, geißbehaarten Früchte enthalten eckige schwarzbraune,glänzende Saamen. Auch dieser Baum sondert eine harzige Substanz ab,die innerlich gleich dem Copaivabalsam angewendet wird, und äufserlich zuPflastern und Salben dient.

Eine ähnliche balsamische Substanz erhält man auch von Dipterocar-pus retusus Blume, D litoralis Blume und andern Arten.

Shorea robusta Roxburgh, ebenfalls in die Polyandria Monogy-nia gehörend. Ein ansehnlicher im nördlichen Theile von Ostindien ein-heimischer Baum, mit kurz gestielten, herzförmig-länglichen, ganzrandi-gen , glatten Blättern und sichelförmigen Afterblältchen. Die grofsen, blafs-gelben Blumen bilden ansehnliche ausgebreitete Rispen. Der Helch istweich behaart, fünftheilig und später in fünf lange Flügel erweitert. DieCorolle besteht aus fünf Blumenblättern, welche an der Spitze umgerollt,aufsen seidenartig behaart, und viel länger als der Kelch sind. Der ke-ilförmige Fruchtknoten trägt auf einfachem Griffel eine kleine dreizäbnigefärbe und hinterläfst eine eiförmige, spitze, mit graulichen, weichen Haa-ren besetzte, einsaamige Rufs. Aus diesem Baume schwitzt eine harzigeSubstanz, von welcher die besten Stücke zum Räuchern in den Kirchenverwendet werden , die geringeren aber zum Verpichen der Schiffe dienen.Man kennt diese Drogue auch unter dem Namen Dammarharz, wovones übrigens verschiedene Sorten gibt, die von Bäumen aus wenig verwand-ten Familien gewonnen werden Kach Percira ist das Dammarharz derShorea weil'slich , äufserlich matt, im Innern aber durchsichtig. Man ver-gleiche oben Agathis loranthifolia Salisb. pag. 26g. und Brandes ArchivBd. 3o. pag. 1 ig. iVlartius Grundrifs der Pharmakognosie p 355.

Vateria indica L. Elaeaocarpus copalliferus Retz. Hayne Bd. 11.tab. 5. Indische Vaterie; gleich den vorigen in die Polyandria Monogyniagehörend. Ein in Ostindien einheimischer hoher Baum, mit zerstreuten,länglichen, lederartigen Blättern und in Rispen stehenden weifsen Blumen,aus einem fünftheiligen unterständigen Kelche und fünfblätteriger Blumen-lirone bestehend, mit pfriemenförmigen Staubbeuteln. Die Frucht ist einetlreiklappige, einsaamige Kapsel. In Menge schwitzt dieser Baum ein demCopal ähnliches Harz aus, das erhärtet eine dunkel ambraartige Farbe an-nimmt, im flüssigen Zustande dient es im südlichen Indien als Firnifs ( Pi-ney varnish); in den englischen Materialhandlungen kommt das trockneHarz unter dem Namen Gummi Animae vor Die schönsten Stücke des-selben werden wie Hernstein zu mancherlei Zierralhen verarbeitet. DurchAuskochen erhält man aus den Saamen einen talgartigen Stoff, der zu Rer-zcii u. s. w. benutzt wird.

Auch Vateria lanecolata liefert nach Royle ein Harz, dessensich die Indianer bei ihren religiösen Gebräuchen bedienen. Noch ver-gleiche man über das Harz der Vaterien die Bemerkungen von Hamiltonin Okens Isis 1838. pag. 4J0, besonders des Unistandes wegen, weil mangeneigt seyn möchte, von diesen Bäumen das Elemi des südlichen Asiensabzuleiten.

Ueber den ostindischen Copal, den man auch orientali-schen, levantischen und gelben Copal nennt, gab Apotheker Gi-seke in Eisleben einige Wachrichten. Nach ihm sind es gelbliche bis röth-lichgelbe Stücke von sehr verschiedener Gröfse und Gestalt, welche je-doch nie kugelich wird. Durch Farbe, Härte, Insekteneinschlüsse ist erdem Bernstein sehr ähnlich und läfst sich auch wie dieser drehen. Aufdem muscheligen Bruche ist er glasglänzend, durchsichtig, sehr hart, zwi-schen den Zähnen nicht erweichend, von etwas aromatischem Geruch,

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