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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1864
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1804

Malvaceae.

Der

Gattung Malva L. Malve.

(System. Linn. Monadelphia Polyandria.)

Kelch ist aufserhalb mit drei, selten nur mit einem

oder vier Deckblattehen versehen. Die Corolle besteht ausfünf ausgebreiteten Blumenblättern. Die gleich den Staubfä-den Kahlreichen Griffel tragen kopfförmige Narben. Die zahl-reichen Carpidien bilden eine runde Scheibe, sie sind untersich und mit der säulenförmigen Achse verwachsen, jedes der-selben enthält einen, selten zwei oder vier Saamen und öffnetsich mit zwei Klappen.

Malva rotundifolia L.

Gemeine oder rundblätterige Malve, Käsepappel,H a s e n p a p p e 1, G ä n s e p a p p e I u. s. w.

(BUckvrell Herb. t. 22- Pleiik plant, med 1 med. t 541. Hayne Bd. 2. t. 27.Düsseid. Samml. Lief. 5. tah, 7. Mann Deutschi, wildwachsende ArzneipflanzenLief. 14. Guimpel et von Schieciitemial tah. 79. Malva vulgaris Fries. M. neg-

lecla Wallroth.)

Die rundblätterige Mähe wächst durch ganz Deutschlandund in den meisten übrigen europäischen Provinzen an Wegenund Zäunen, an Grasplätzen um die Dörter und Städte sehrgemein und blühet die Sommermonate hindurch. Es ist eineausdauernde Pflanze, deren Stengel 1 1 Vi Kufs lang, ästig,fein behaart, rund sind, und auf der Erde ausgestreckt liegen.Die Blätter stehen abwechselnd, sie sind gestielt, herzförmigoder rundlich, undeutlich fünflappig, am Rande sägeartig ge-zähnt, auf beiden Seiten fein behaart, in der Mitte oft röth-lich. Am Grunde der dreiseitigen Blattstiele befinden sicheiförmige, am Rande haarige Afterblättchen. Die Blumen-stiele, die sich paarweise aus den Blattwinkeln entwickeln,tragen an der Spitze die büschelförmig geordneten Blumen,deren Kelche einblättrig und halb fünftheilig sind. Die Corolleist fast bis auf den Grund in fünf Lappen getrennt, die nocheinmal so lang als der Kelch, weifs und mit rothen Aderngezeichnet sind. Nach dem Verblühen hängen die fruchttra-genden Stiele abwärts; die Frucht ist vom stehenbleibendenKelche umgeben, in der Mitte genabelt und aus 12 14 haa-rigen Carpidien zusammengesetzt, deren jedes einen rundlichzusammengedrückten, fast nierenförmig glatten, bräunlichenSaamen einschliefst.

Malva borealis Wallmann (Reichenbach Iconogra-phia I. p. 31. fig. 38) ist eine sehr verwandte Art, welcheauf Aeckern und in Gärten, an Wegen und Schuttstellen vonW r estphalen an durch das nördliche Deutschland, in Schlesien,Dänemark, Schweden u. s. w. wild wächst, und wozu alsSynonyme gehören Malva parviflora Hudson, M. pusilla Wi-thering, M. Henningii Goldbach, M. rotundifolia Fries. Ihre