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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1862
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1862

Bombaceae.

Mundes eine angenehme Schärfe, die selbst den unangenehmen Geschmackschlechter Getränke versteckt; dabei befestigen sie das Zahnfleisch, erhal-ten das Email der Zähne und machen sie schön weifs. Die Eigenschaft sal-ziges und sonst schlechtes Wasser trinkbar zu machen, soll auch den ge-schmacklosen Beeren der Bumelia dulcifica eines Strauches aus derFamilie der Sapoteen zukommen. Man sehe Virey in dem Journal dePharmacie. Dec. i832. pag 702.

I'

Aus der Gruppe der Bombaceae Kunth haben wirebenfalls nur wenige Arten kurz anzuführen :

Bombax malabaricum Decandolle. Malabarischer oder ost-indiseber Wollbaum, B. heptapbyllum Cavan -siebenblätteriger Wollbaum;in die Monadelphia Polyandria L. gehörend. Ein in Ostindien einheimischerBaum, dessen Stamm 5o100 Fufs hoch wird, und einen Umfang von20 Fufs erreicht; die graue Binde des Stammes und der Aeste, ist mitzahlreichen, dicken, glänzenden Stacheln besetzt Die Blätter stehen, wiebei den Rofskastanien zu sieben beisammen; die einzelnen Blättchen sindlänglich lanzettförmig, zugespitzt und ganzrandig. Die Blumen kommenbüschelweise vor dem Entfalten der Blätter an dem obern Theile der nack-ten Aeste hervor, Der Kelch ist dick, lederartig, ungleich, zwei- oderdrcilappig, aufsen grün, innen gelblichweil's und weich behaart. Die Co-rolle besteht aus fünf am Grunde verwachsenen Blättchen von lebhaft ro-ther Farbe. Die Kapseln sind länglich, an beiden Enden gleichförmig ver-schmälert, undeutlich fünfeckig, 56 Zoll lang; sie enthalten rundliche,schwarzgraue Saainen, die in eine weil'se seidenartige Wolle eingehülltsind. Diese Wolle wiid zum Polstern benutzt, auch mit Zusatz von Baum-wolle zu Zeugen verarbeitet. Auf gleiche Weise bedient man sich dersel-ben von Bombax occidentale Sprengel oder dem westindischenWollbaum, den Jacquin unter dem Namen 15. pentandrum beschrieb.Dasselbe eilt von Bombax Orientale Sprengel oder B. pentan-drum Linnaei, so wie von Bombax sept ena tum Jacquin u. s. w.

Bombax Ceiba L. Käsebaum. Ein dem vorigen sehr verwandterBaum, der im heilscren Amerika wild wächst, und ebenfalls einen sehrhohen und dicken Stamm hat. Die Blätter stehen zu fünfen beisammen(Bombax quinatum Jacquin). Die purpurroten, weich behaarten Blu-men stehen büschelweise an den Enden der Zweige und die grofsen, selbstbis zu einer Faust dicken Kapseln, enthalten braune Saamen, umgeben voneiner seidenartigen grauen Wolle, die gleich denen der vorigen zu be-nutzen ist. A. v. Humboldt sah einen Käsebaum, dessen Stamm nahe an120 Fufs hoch war und einen Durchmesser von j4 10 Fufs hatte (ReiseBd. 4 P' 199.). Die jungen schleimigen Blätter werden von den Negernals Gemüse gegessen, eben so die Saamen, welche einen mandelnartigenGeschmack haben.

Adansonia digitata L. Affenbrodbaum. Baobab, ebenfalls indie Monadelphia Polyandria gehörend, und im westlichen Afrika einhei-misch. Es ist einer der dicksten Bäume, der ein Alter von 1000 uud mehrJahren erreicht. Sein Stamm hat 25 Fuls im Durchmesser, bei einer Höhevon nur 10 12 Fufs; öfters ist er hohl, und dient dann mehreren Neger-familien zur Wohnung. Die zahlreichen Aeste breiten sich sehr weit aus.Die Blätter sind gefingert; die Blumen bestehen aus einem fünftheiligen,lederartigen, abfallenden Kelch; die Corolle ist malvenartig und ihre fünfBlätter sind fast bis zur Hälfte verwachsen. Die staubbeuteltragende Säuleerweitert sich nach oben; der sehr lange Griffel trägt viele sternförmigeKarben. Die Frucht ist eine holzige, zebnfächerige Kapsel, von der Grölseund Gestalt einer Melone, mit einem weichen mehligen Marke, das dieSaainen umgibt, erfüllt. Dieses Mark hat einen angenehmen, säuerlichen Ge-schmack und wird häufig roh, oder mit Zuchcr eingemacht, genossen.