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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1860
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1860

Hüttneriaccae.

man wie Kaffee zubereitet, mit Milch und Zucker versetrt, in den jüngsten Zei-ten Öfters als diätetisches Mittel verordnet. Eine gute hierher gehörige Probe*schrift ist die nachstehende;

Joseph us Keller Bohemus Lauterbachensis Dissert. med. pharmacoloeicade Chocolata. Vindobon. 1835 8.

Ein Cacao - Confect wird besonders schmackhaft auf den Antillen bereitetund als Magen mittel benutzt, scheint aber jetzt in Deutschland wenig bekanntzu seyri ( Kolb Bromatologie pag. 374.)

Geschichte. Den mexicanischen Cacaobaum soll zuerst Lopez de Gomaraerwähnt haben, er keifst in der Landessprache Cacaho&huitl, der SaameCacahoatl und ein aus demselben bereitetes Getränke Chocollatl. DieMexikaner bereiteten sich ursprünglich nur einen kalten Aufgofs und die Sitte,den Chocolat durch Sieden des Wassers mit Cacaoteig zu verfertigen, wurdeerst später von den Spaniern eingeführt. Indessen fanden doch auch die Euro-päer nicht alle anfangs gleiches Behagen an diesem neuen Getränke, wie dennBenzoni, dessen Geschichte des neuen Erdtheils i5j2 heraus kam, meint Choco-late sey vielmehr ein Getränkda porci, che da huomini u , was stark coutra-stirt mit der Ansicht des Linne, der den Cacao eine Götterspeise (,Theohroma)nannte. Schon 1609 schrieb Cordenas in Mexiko eine Abhandlung über dieChocolade, welcher :6.i8 eine andere folgte, die Barthelemy Marradon zu Se-villa herausgab; bekannter geworden, ist die Schrift des Colinenero de Led^smaüber denselben Gegenstand, die 16.-Ü zu Madrid herauskam und wovon auch einelateinische TJchcrsetzung 1644 in Nürnberg gedruckt wurde, ja bereits 1694schrieb schon J. P. Eyseh in Erfurt eine Dissertation De Chocolatae usu et abusu.Ganz einfach war anfangs da* Getränke, aber bald künstelte man daran undsuchte durch mancherlei Zusätze es reizender für den Gaumen zu machen, undschon Hernandez, Piso und Hughesius geben folgende Zusätze an: 1. Atolli,was nichts anderes ist, als Mehl von türkischem Korn oder Mais, 2, AchioteHernand. oder Uru.cu Piso, d. h. Orlean, von dein oben schon die Rede war. 3.Chili i oder spanischer Pfeiler. 4. Macaxochiti, eine westindische Pfeffer*art, die aber nicht näher bestimmt werden kann. 5. Tlixochitl oder Vanille.6. Xochinatii, oder Flos auriculae Hermandez Oregivella Clusii Oreivelasdes Hughesius, wie es scheint ebenfalls eine Art Vanille. 7. Xoconochitlseu Piper Tavasci Hern, oder Piment. Z.11 erwähnen ist hier folgende Schrift:

Becherches historiques et chimiques sur le Cacao et ses diverses preparations,par E. Deicher. Paris 1837. 1 Vol. 8. chex J. Baillere

Bubroma Guazuma Willdenow. Theobroma Guazuma L Gua-zuma ulmiiolia Lamark. Schiefblätteriger Ochsenfras. Ein in Westindieneinheimischer Baum oder Strauch, mit filzigen Zweigen, abwechselnden,gestielten, herzförmig - länglichen, zugespitzten, ungleich gezähnt und ge-herbten , oberhalb rauhhaarigen, unten etwas flockigen, denen der Nesselähnlichen grünen Blättern Die kleinen gelben Blumen bilden achselstän-dige Afterdolden, sie haben dreispaltige Kelche und fünf hohle, in einzweispaltiges Bändchen sich endigende Blumenblätter, fünf Staubfäden mitdrei Staubbeuteln wechseln mit einer gleichen Zahl ab, welche steril sind;der Griffel ist an der Spitze fünfspaltig und die Frucht erscheint als eineovale, warzige, schwarzrothe den Erlenfrüchten ähnliche, holzige Kapsel.Die Binde dieses Gewächses soll ein vorzügliches Mittel gegen Elephantiasisseyn.

Kydia calycina Boxburg h. Ein auf den Gebirgen von Coro-mandel und Nepal einheimischer Baum, mit rundlichen herzförmigen, ab-wechselnd stehenden, etwas schiefen, fünf- bis siebenlappigen, auf deruntern Seite weich behaarten Blättern. Die weifsen Blumen bilden eineBispe; sie haben glockenförmige, fünflappige, bleibende Kelche, zu denenan der Basis noch vier- bis sechsblätterige Hüllen kommen. Die Corolle be-steht aus fünf schief umgekehrt herzförmigen Blumenblättern, die langer alsder Kelch sind und an der Basis mit der Staubfadensäuie zusammenhängen.Die monadelphischen Filamente tragen an jeder Spitze der fünf Zähne derRöhren vier Antheren, Der Fruchtknoten trägt einen dreitheiligen Griffel mit