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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1859
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Büttneriacear.

1859

Theobroma gujanensis Anblet. Gujanischer Ca-caobaum. Ein schöner in den sumpfigen Wäldern von Gujanaeinheimischer Baum, mit zugespitzten, ausgeschweiften, ge-zähnten, auf der untern Seite dicht behaarter. Blattern. DieFrüchte haben eine ovale und zugleich fünfeckige Gestalt,auch zeichnen sie sich durch ihre rothe Behaarung aus. Dafsihre Saamen mit dem Cacao aus Cayenne gemischt vorkom-men, ist bereits oben erinnert worden.

Von Theobroma speciosum Willdenow, Th. su-bincanumMartius und Th. silvestre Martins, welcheArten sämmtiich in der neuen sächsischen Pharmakopoe auf-o-eführt worden sind, sammelt man nach Martius die Saamenm Brasilien; es ist daher möglich, dafs sie auch mit dem wah-

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Sesse, de? Fall seyn könnte. Herr Gondat, Professor derBotanik zu Bogota entdeckte auf den Gebirgen von INleu-Granada einen Cacaobaum, den die Einwohner Cacao inon-tanas nennen, man cultivirt ihn in Columbien und benutztdie Saamen gleich dem gewöhnlichen Cacao. Etwas Näheresüber den Baum und seine Frucht ist bis jetzt nicht bekannt»eworden.

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Anwendung. Die Cacaobohnen werden nur selten für sich als Arznei-mittel verordnet. Nach Reinhoid kann man sie ganz sloften und mit Zusatz vonGewürz iheelöffel weise als reslaurirendes Pulver nehme» lassen. Andere lassendie Gerösteten Bohnen mit den Schalen stofsen und ein mit Zucker und Milch.versüfstes Decoct derselben als Arzneimittel gebrauchen. Als Präparat hat manButyrum Cacao, wovon 56 Unzen aus einem Pfunde Bohnen erhaltenwerden; sodann Cacaoseife; am allergewöhnlichsten dienen aber die Cacao-saamen zur Bereitung der Chocolade, von welcher Sache im ersten Bandenäher gesprochen wird. Man hat eine Menge Sorten von Chocolade, wie dieohne Gewürz, oder sogenannte Gesundheils Chocolade (Chocolade desante),mit Gewürz, wo wieder mit und ohne Vanille unterschieden wird. Gersten-Chocolade besteht aus gleichen Theilen Cacao und präparirtem Gerstenmehl,Auch bereitet man mit Reis und Zucker das sogenannte 11 ei s c o n te n t: Es be-steht aus gleichen Theilen feinem, schwach gerostetem Reis und Cacaobohnen,dem dreifachen Gewicht Zucker, alles fein gepulvert und gemengt, dem Einigenoch etwas Zimmt zusetzen. Einige Sorten von sogenanntem Racahout ent-halten ebenfalls Cacao. In neueren Zeiten hat man auch Osmazom-Choco-lade, weifse Chocolade (mit Salop), Rastanieii-Chocob.de, Ei-cheln -Chocolade, Isländisch- Moos- Chocolade, ChinaChoco-lade, Jod-Eisen-Chocolade und andere.

Ueber die Bereitungs- Art einiger neuer Chocolade-Präparate sehe man Ding-ler polytechnisches Journal Bd, 64. Heft I. pag. j5; ferner folgende Schrift:

Ueber Dampf Chocolade- deren Bereitung, Eigenschaft und Gebrauchs-weise, herausgegeben von Dr. Benuewitz. Berlin i83o, bei Maurer.

Ueber Vermischung der Chocolade sehe man Annal. der Pharm. Bd. 16-pag 80. Nach Mac Culloch soll die in England fabricirte Chocolade sehr starkmit Mehl und spanischer Seife versetzt seyn.

Slrecciu* empfiehlt einen C aea o - K a f f ee , der so bereitet wird, dafs mandie Cacaobohnen mit Wasser kocht, den Absud erkalten läfst, das oben auf-schwimmende Fett absondert und nun den übrigen Auszug erwärmt zum Ge-tränke reicht. Auch die gerösteten Schalen der Cacaosaamen har.