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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1851
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Xanthoxyleae.

1851

Xanthoxylon Clava Herculis L. oder X. caribaeum Lamari,Hcrkuieskeule, westindisches Zahnwehholz ; in die üioecia Pentandria Lin-naei gehörend. Ein auf den haribäischen Inseln wachsender Strauch oderHeiner Baum, mit stacheligem Stamme, gelbem Holze, gefiederten Blät-tern mit stacheligem Blattstiel, der öfters 9 oval - lanzettförmige, an derBasis ungleiche, geherbte, durchsichtig punktirte, ganz glat!e Blä'ttchenträgt. Die Weinen Blüthen sitzen am Ende der Zweige in Rispen, siehaben fünftheilige Belebe und fünfblätterige Corollen, die Frucht ist der desSpindelbaums (Evonymus europaeus; ähnlich. Officinell ist in Amerika dieBinde: C ort ex Xantboxyli, sie ist süfslichscharf und zugleich zusam-menziehend bitter ; nach Chevallier und Pelletan enthält sie einen eignenkristallisirbaren gelben Stoff, Xanthopicrit , über den der erste Bandnachzusehen ist. DU Binde gebraucht man gegen Kolik, Rheumatismusund epileptische Zufälle. Bals die gelbe Binde dieses Strauches unterdem Namen Cortex Geoffracae jamaicensis in den Handel gekommen seynsoll, ist schon oben pag. iog5 in der Note bemerkt worden,

Xanthoxylon fraxineum Willdenow. Eschenblättriger Zahn-wehbaum oder Gelblolz. Ein in Nordamerika einheimischer, dein vorigenähnlicher stacheliger Strauch, mit gefiederten Blättern, die Aehnlichkeitmit denen der Esche (Fraxinus excelsior L.) haben , die Blattstiele sindunbewehrt, dagegen finden sich Stacheln an der Stelle der Afterblättchen.Die Blumen, denen die Corolle mangelt, entwickeln sich aus den Blatt-vvinkcln doldenartig geordnet. Die Binde braucht man in Amerika alsreizendes schweiistreibendes Mittel, wie Guajak und Seidelbast.

Xanthoxylon piperitum Decand. Fagara piperita L Japani-scher Pfefferstrauch. Es ist ein sehr hohes stacheliges" Gewächs mit vier-bis fünfpaarigen Blättern, die ebenfalls denen der Esche ähnlich sehen,aber kleiner sind, ihre Blattstiele sind geflügelt und stachcllos und dieBlättchen geädert. Die Blumen entwickeln sich in nchsclständigen After-dolden und hinterlassen kugelige, gerunzelte, einfächerige Früchte miteinem glatten schwarzen Saamen. Diese Früchte sind unter dem Namenjapanischer Pfeffer, Piper ja ponicum, begannt, sie haben einen gc-würzhaften Pfeffergeschinack und dienen auch gleich der Binde und denBlättern des Strauches gleich Pfeffer als Gewürz an die Speisen.

Xanthoxylon Pterota fiunth. Fagara Pteröta L. Fagara len-tiscifolia W. Mastkblätterigcs Gelbholz, gelbes Eiscnholz. Em auf denAntillen einheimischer, gegen 20 Fufs hoher, stacheliger Baum, mit sehrhartem Holze. Die Blätter sind ungleich gefiedert, jeder geflügelte Blatt-stiel trägt 7 9 verkehrt-eiförmige, etwas gekerbte Blätter. An der Stelleder Afterblättchen befinden sich zwei zurückgebogene Stacheln. Die Blu-men entwickeln sich aus den Blattwinkeln in kurzen Trauben und hinter-lassen kugelrunde Hanseln. Die aromatisch scharfen Blätter dienen alsMagenmittel und die Binde zu MiUrelp ig enden Tränken. Da der Baumkeine Beeren hat, so können auch die Baccae Fagarae, von denen ei-nig Pharinahologen reden , nicht von ihm kommen , man scheint darunterden oben bemerkten japanischen Pfeffer verstanden zu haben.

Xanthoxylon emarginatum Swartz. Ein in Jamaika einhei-mischer, an 20 Fufs hoher, bisweilen auch nur strauchartig vorkommen-der Baum mit dorncnlosen Zweigen. Jeder Biattstioi trägt gewöhnlich vieroder sechs eiförmige , ausgorandete , ungezähnte Blätter. Die Blumen ste-hen in aufrechten Bispen und hinterlassen pfcffcrkorngrof.se Kapseln. DasHolz des Stammes hat einen lieblichen roseüartigcn Geruch und ist deshalbschon oben pag. 60S angeführt worden.

Cncoruin tricoecon L. Spanischer Zeiland; in die TriandriaMonogyia gehörend. Ein kleiner immergrüner, in Spanien und Eanguedoceinheimischer Strauch, mit abwechselnden, lanzettförmigen, stumpfen Blät-tern, achselständigen gelben Blumen, die aus einem dreizähnigen Kelcheund dreiblätteriger Corolle bestehen, worauf eine dreisaamige Kapsel folgt