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1850
Xanthoxyleae.
dessen mehrfach aufgelegte Schrift sehr 2.ir Verbreitung der neuen Drogue bei-trug , die übrigens anfangs sehr theuer war, indem noch Massa im Jahre i532elf Ducaten für ein Pfund bezahlte. Monardes, der das Holz Guayacan oderLignum indicum nennt, gibt die Art und Weise, wie es gegen die Lust-seuche angewendet wird, genau an. Anton Musa Brasavola , dessen Pharma-kognosie if>45 in Venedig herauskam, beschreibt drei Sorten Guajakholz folgen-dermafsen : Tria hujus ügni genera novimus , unum qnod ubique nunc per lotamItaliam vagatur; meditullium fere nigricans habens, et circum circa albicans,quod odore, pondere et pinguedine probatur, et quum in inicas redigitur, praepinguedine in glohum sibi jungunlur. Est aliud ügni genus, quod similiterpharmacopolae lignum sanctum appellant, quoniam et primum lignum sanctumvel palum sanctum dicebatur, quod meditultium , lucidum et magis album est,quam prius, tarnen in colorem luteum tendit. Tertium genus contigit mevidere Veneliis in pharmacopolae Campanae ofKcina , qaod in ruborem tendebatu. s. w. Caesalpin beschrieb nur zwei Sorten, wovon die eine aus Sanct Domingo,die andere von der Insel Sancti Joannis gebracht wurde - — Das Harz wurdefiel später, und zwar , wie es scheint, zuerst von englischen Aerzten benutzt.
Z ygop li y 1 \ um Fabago L. Gemeines Doppelblatt, Bohnenkaper;ebenfalls in die Decandria Monogynia gehörend. Ein in Syrien und demsüdlichen Afrika einheimisches perennirendes Gewächs, mit i — 2 Ful'shohem, glattem, ästigem Stengel, gegen über stehenden, gestielten, ge-paarten Blättern, verkehrt-eiförmigen, ungleichseitigen, ganzr&ndigen , flei-schigen Blättchen. Die Blumen stehen paarweise an der Seite, so wie anden Enden der Zweige, sie haben einen fünftheiligen Belch und fünf Blu-menblätter, die an der Basis orangefarben, an der Spitze weifs sind; eineschuppige Klappe ist mit den Staubfäden verbunden. Die Frucht ist eineprismatische, fünffächerige, vielsaamige, beerenartige Kapsel. Die unent-wickelten Blumen können wie Kapern eingemacht und benutzt werden.
Tribulus terrestrts L. Erd-Burzeldorn; wiederum in die De-candria Monogynia gehörend. Ein im südlichen Europa, Ungarn, Mittel-asien und Afrika einheimisches, Kraut, mit niederliegenden, 1—2 Ful'slangen, haarigen Stengeln, gegen über stehenden, 6—7paarigen Blättern,deren Blättchen klein, linien lanzettförmig sind. Einzeln stehen die Blu-men in den Blattwinkeln auf Stielen , die kürzer als die Blätter sind ; siehaben funfblä'tterige abfallende Kelche, gelbe fünfblätterige Corollen undfünfspaltige Narben. Die Frucht bildet fünf vierhörnige vierfächerige Kap-seln. Unter dem Namen Herha Tribuli terrestris waren sonst diegrau behaarten Blätter gebräuchlich.
Balanitos aegyptiaca Delile oder Ximenia aegyptiaca L. Za-chunbaum ; in die Octandria Monogynia gehörend. Ein im mittleren Afrikaeinheimischer Baum , mit dornigen Zweigen , gepaarten, länglichen Blätternund acbselständ'gen, in Afterdolden stehenden grünlichen Blumen, diefünftheilige Kelche und fünf Blumenblätter haben. Die Steinfrucht enthälteine einsaamige fünfeckige Nufs. Das Oel derselben, Zachunöl, wirdinnerlich gegen Brustkrankheiten, äufserlich gegen Geschwülste u. s. w.gebraucht Bonastre fand die Früchte der Balanites in den Särgen ägypti-scher Mumien, die zugleich auch Stücke von Myrrhe und Bdellium ent-hielten, auch wurden die Nüsse der Balanites von Droguisten und Apo-thekern, so wie von Bonastre selbst in Bdelliumkisten angetroffen, waszur Vermuthung Veranlassung gab, es möge das Bdellium oder eine Sortedesselben von der Balanites kommen. Man vergleiche Heudelotia africanapag. I2i5.
Aas der Gruppe der Xanthoxyleae Nees et Mar-tins (Pteleaceae Kunth), welche einst Jussieu zu deu Te-rebinthaeeen zählte, haben wir nur wenige Arten kurz zuerwähnen.