1798
Balsamineae.
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vollkommen ausgebildet sind und leicht abfallen. Die beidenäufsersten stehen seitlich und gegeneinander über, in derMitte ist das dritte grofse spornförinig gebildete, das ganz,wie bei den Pelargonien, zugleich als Behälter des Nectar-sal'tes dient. Die zwei übrigen Ölättchen sind sehr klein,selbst schuppenförmig, wie bei Impatiens, oder gröfser, kreis-rund und gefärbt, wie öfters bei gefüllten Balsaminen. Auchdie Corolle hat eigentlich fünf Blummenblätter, da ihrer aberzwei und zwei verwachsen sind, so erscheint sie als einedreiblätterige. Die fünf Staubfäden sind nach oben verdickt,am Grunde der Staubbeutel verwachsen, und auch diese sindmeistens miteinander verbunden. Der Fruchtknoten trägtohne Griffel fünf sehr kurze freie oder verwachsene Narben.Die ursprünglich fünffächerige, bei der Reite aber meistensnur einfacherige Kapsel, öffnet sich mit fünf sehr elastischenKlappen, wodurch die Saamen weggeschleudert werden.Diese hängen meistens zahlreich, seltner einzeln an einemfünfeckig geflügelten Säulchen, sie sind eiweifslos, das Wür-zelchen des geraden Embryo ist nach oben gerichtet, undbeim Keimen erscheinen die Cotyledonen blattartig.
Gattung Impatiens L. Springkraul.
( System Lina. Syngenesia Monogamia.)
Der Kelch besteht aus drei gröfseren Blättern, derenmittleres gespornt ist, wozu noch zwei kleine schuppenför-mige Anhängsel kommen. Die Corolle ist aus drei Blumen-blättern zusammengesetzt, die jedoch ursprünglich deren fünfbildeten. Staubfäden sind fünf vorhanden und eben so vieleverwachsene Narben. Die Kapsel ist prismatisch, länglich,ihre fünf Klappen rollen sich auswärts auf.
Impatiens Noli tangere L.
Gemeines Springkraut, gelbes Springkraut, wildegelbe Balsamine, Judenhütlein.
(Scbkuhr botan. Handbuch t. 270. Sturm Deutsebl. Flora. Heft 5. tab. 18.)
Das gemeine gelbe Springkraut wächst an schattigen,feuchten Orten, an Gräben, in feuchten Waldungen u. s. w.es ist eine jährige Pflanze, mit sehr ästiger, faseriger Wur-zel. 2 — 4 Fufs hohem, aufrechtem, etwas dickem, oben ästi-gem, cylindrischem, gestreiftem, an den Gelenken verdick-tem, durchscheinendem, saftigem, zerbrechlichem Stengel.Die Blätter sind langgestielt, länglich oval, ungleich ge-zähnt, stachelspitzig und hängen schlaff herab; wenn man sieabgebrochen hat, welken sie, wie die ganze Pflanze, äufserstschnell, die deshalb für das Herbarium ungesäumt eingelegtwerden mufs. Die ansehnlich grofsen, citronengelben, inner-