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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1797
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Oxalideae.

Stengel. Jeder Blattstiel trägt drei umgekehrt herzförmige Blätter undjeder Blumenstiel 1 5 gelbe Blümchen, deren fruchttragende Stielchenzurückgebogen sind. *)

Beide Arten können auf Saucrklecsalz benutzt werden; in Nordamerikabereitet man dasselbe aus Oxalis violacea Jacquin und aus O. ame-ricana Bigelow, am Hap der guten Hoffnung aus Oxalis cernuaThunberg und aus andern Arten

Oxalis crassicaulis Zuccarini. Efsbarer Knollen Sauerkleeoder Oca, Oxalis Arracacha Don, ?on einigen Schriftstellern auch Oxaliscrenata genannt. Eine ausdauernde, in Mexico, Columbicn und Perueinheimische Art, deren Wurzel mit rundlichen, gelbröthlichen Knollenvon der Gröfse einer Haselnufs, bis zu der einer welschen Nul's besetztist. Der Stengel ist 1 a Fufs hoch, cylindrisch , oft fingerdick, rothund saftig. Jeder Blattstiel trägt drei verkehrt herzförmige, mit ange-drückten, weichen Haaren besetzte Blättchen. Die Blüthenstiele sind län-ger als die Blätter, sie kommen einzeln aus den Blattwinkeln, und jederträgt 5-6 Blumen, deren Kelche weich behaart, die Corolle grols, vio-lett, am Grunde gelblich ist; die Blumenblätter sind gekerbt und dieStaubfäden fast so lang als die Griffel. Die efsbaren Wurzelknollen ent-halten nach Payen Wasser 86,00, Stärkmebl 2,5o, Eiweifs i,5i, Schleim,lösliche, stickstoffhaltige Materie, Salze 5,55, Holzfaser und Kieselerde4,44. Die Stengel: Wasser 96,20 bis 88,60, Holzfaser 2,o5 5,oo, oxal-saures Kali 1,06 i,s3, Eiweifs 0,400,75, lösliche, stickstoffhaltige Ma-terie 0,06 0,01 , Chlorophyll 0,06 o,3o, oxalsaures Ammoniak, freieSäure; Oxyde, Salze, Gummi, Arom , gährungsfähiger Zucker 1,232,00.In dickeren Knollen fand P. nur 83 pCt. Wasser und 10 pCt. Stärkmehl.Der ausgepreßte Saft der Stengel gibt direct Kristalle von oxalsauremKali. Man sehe Annalen der Pharm. Bd. 7. pag. 320. Brandes Archivneue Reihe. Bd. 3. pag. 3o5. Pharmaceutisches Centralblatt i835. p. 399.

Familie: BALSAMINEAE Richard.Balsamineen ##),

Eine kleine Gruppe saftvoller Kräuter, die vorzugsweisein Ostindien an feuchten Orten wachsen, und wovon in Europanur eine einzige Art einheimisch sich findet. Die einfachenBlätter stehen abwechselnd oder gegen einander über, ohneBlattansätze. In den Blattwinkeln stehen einzeln die unre-gelniäfsigen Zwitterblumen auf ihren Stielen. Der Kelch be-steht aus fünf Blättchen, von denen jedoch öfters nur drei

*) Mehrere Autoren, so wie auch Koch in der Synopsis Florae Germanicaeunterscheiden beide sehr ähnliche Arten dureh die Gegenwart oder Abwe-senheit der Afterblättchen (Oxalis strieta foliis exstipulatis, O. cor-niculata stipulis oblongis petiolo adnatis); allein nach Tenore kommendiese Stipulae auch bei Oxalis strieta vor.

**) Man vergleiche besonders De floribus et affinitatibus Balsaminearum anet.Joann. Roeper. Basileae typis J. G. Neukirch MDCCCXXX. J. K. B.Presl. Bemerkungen über den Bau der Blumen der Balsaminen. Prag i83654. S. 8.

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