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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1795
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Oxalideae.

1795

noch gepaarte Afterblättchen kommend) Die Blumen sindregelmässige Zwitter, sie stehen in den Blattwinkeln auf ein-oder mehrblüthigen Stielen. Der Kelch ist fünfblätterig;, blei-bend die Corolle besteht aus fünf, zuweilen an der Basisetwas zusammenhängenden Blumenblättern, auch die zehnStaubfäden sind meistens unten mehr oder weniger verwach-sen. Der fünffacheriche Fruchtknoten trägt eben so vieleGriffel mit kopfförmigen oder zweispaltigen Narben. DieFrucht ist eine mit fünf oder zehn Klappen sich öffnende,fünffacheriche Kapsel, nur selten hat sie eine beerenartigeConsistenz. In jedem Fache liegt ein oder mehrere Saamen,deren äufsere Haut bei der Reife elastisch sich löset und denSaamen heraustreibt. Der gerade oder etwas gekrümmteEmbryo liegt im Mittelpunkte des hornavtig fleischigen Ei-weifses, mit nach dem Nabel gerichteten Würzelehen.

Galtung Oxalis L. /Sauerklee.

(System. Linn. Dccandria Pentagynia.)

Der Kelch besteht aus fünf bleibenden Blättchen, dietrichterförmige Corolle aus eben so vielen Blumenblättern.Von den zehn Staubfäden sind fünf länger, fünf kürzer. DieFrucht ist eine fünfeckige, fünfseitige, fünffacheriche, häutigeKapsel, deren Fächer an der Rückenkante der Länge nachsich öffnen.

Oxalis Acetosella L.Gemeiner Sauerklee, Buchenampfer, Alleluja.

(plenk plant, med. t. 354. Hayne Bd. 5. tab. 39. Düsscld Samml. Lief. a. tab.6. Mann Deutsch), wildwachsende Arzneipil. 4. Lief. Guimpel et Schlechten-

dal t. 86.)

Der gemeine Sauerklee wächst durch den gröfsten Theilvon Europa, zumal in Deutschland und der Schweiz häufigin gebirgigen, schattigen Buchwäldern, in Gebüschen u. s.w. Die Wurzel ist ausdauernd, horizontal, kriechend, fe-derkieldick, mit röthlichen, höckerigen Schuppen bedeckt,fleischig, faserig, aus ihr kommen viele langgestielte, drei-zählige, kleeartige, hellgrüne, unten zum Theil roth ange-laufene, weich behaarte, zarte Blätter und ein etwa finger-bis handhoher, dünner, fadenförmiger Schaft, der an derSpitze eine ansehnliche, etwas hängende Blume trägt, derenzarte, weifse, Blumenblätter von röthlichen oder violettenAdern durchzogen sind. Der Sauerklee blüht von der Hälfte

*; Ueber die Irritabilität und Bewegungsfähigkeit der Blätter mancher Oxali-deen sehe man IMorren in dem Bulletin de l'acadcmie royale de BruxcllesVol. 6, Nr. 7.