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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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1794
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1794

Geraniaceae.

I

menblätter sind länger als der Kelch, die Staubfäden gegen die Basis del-taförmig erweitert. Das Kraut, Herba Geranii b a trachioid is: warsonst officinell. Es riecht widerlich, dem Ruprechtskraut ähnlich undschmeckt sehr adstringirend, hintennach reizend süslich, speichelerregend.Der wäfsrige Aufgufs des Krautes, so wie der Wurzel, wird durch salz-saures Eisenoxyd schwarz gefällt.

Geranium maculatum L. Gefleckter Storchschnabel. Eine inKordamerika einheimische, perennireiule Pflanze, mit dicker, knolligerWurzel, aufrechtem, eckigem, gabelförmig astigem, etwas rauhhaarigemStengel; gegenüberstehenden, gefleckten, fünftheiligen Blättern, mit läng-lich keilförmigen, eingeschnitten gezähnten Segmenten. Die bläulichenBlumen stellen paarweise auf einem Stiele, sie haben zottige Kelche undganzrandige Blumenblätter. Die amerikanischen Aerzte benutzen die sehradstringirende Wurzel in Pulverform und Abkochung gegen Diarrhöenu. s. w. Sie enthält viel Gallussäure, Gerbestoff, etwas Schleim, Stärk-mehl, rothfärbende Materie, etwas Harz und eine kristallisirbare Substanz.Man sehe Heidelberger klinische Annalen Bd, 10. Heft 3. pag. 329. Lind-ley Flora Medica pag. 221,.

Geranium sanguineum L. Blutrother Storchschnabel. Eine antrocknen, sonnigen Grasplätzen, Waldwiesen, zwischen Felsen wachsende,schöne Pflanze, mit dicker und langer, oben schuppiger, stark befaserter,oben rothbrauner Wurzel, die mehrere 1 bis 1% Fu fslange, runde, auf-rechte, ausgesperrt ästige, an den Gliedern aulgetriebene, häufig roth an-gelaufene rauhharige Stengel treibt, mit gegenüberstehenden, gestielten,kreisrunden, tief fünf oder siebentheiligen Blättern, deren Lappen wie-der meistens in drei linienförmige, sparrig auseinander stehende, hoch-grüne oder graugrüne Segmente zerschnitten sind. Die ansehnlich grofsen,schön blutrothen, mit dunkleren Adern gezeichneten, später violetten Blu-men erscheinen im May oder Juisi einzeln auf sehr langen, in der Mittegegliederten und mit zwei Nebenblättchen besetzten Stielen. Officinell warsonst die Wurzel und das Kraut. Radix et Herba Sanguinariaeseu Geranii sanguinei. Beide riechen schwach widerlich und schmek-ken sehr adstringirend, auch kann die Pflanze zum Gerben benutzt wer-den Der kalte wäfsrige Aufgufs wird von salzsaurem Eisenoxyd blau-schwarz gefällt.

Die Gattungen, aus welchen die Familie der Gcraniaceen zusammenge-setzt ist, sind zum Theil sehr reich an Arten, von denen zumal viele Pe-largonien ihrer schönen Farbe oder auch ihres guten Geruchs wegen häu-fig als Zierpflanzen gezogen werden, wie Pelargonium Bentinkianum An-drews, P. cucullatum W., formosum Dest., grandiflorum Andr., inquinansW., macianthum Sweet u. s. w.

Familie: OXALIDEAE Oecandolle.

0 x a 1 i d e e n.

Die Oxalideen sind Kräuter, seltner Sträucher oder Bäume,welche in den wannen und gemässigten Theilen der Erdeverbreitet sind, besonders ist Amerika und die Südspitze vonAfrika reich an Oxalideen, deren nur wenige in Europa vor-kommen. Die Blätter stehen meistens abwechselnd; jederBlattstiel trägt zwei, drei oder mehr Biättchen, zu denen