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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Euphorbiaceae.

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Familie: EUPHORBIACEAE Jussieu.Euphorbiaceen.

Eine sehr grofse artenreiche Pflanzengruppe, deren Glie-der über die ganze Erde verbreitet sind. Sehr zahlreich fin-den sie sich in den Tropenländern und erscheinen da meistensals ansehnliche Bäume und Sträucher, oder in eignen blattlo-sen Formen, die das Ansehen der Fackeldisteln haben. Mehrals kleine unansehnliche Sträucher oder Kräuter finden sie sichin den gemäfsigten Zonen und zumal wachsen deren viele inden Ländern, welche das mittelländische Meer umgeben, wäh-rend in den mehr nördlichen Gegenden deren verhältnifsmäfsignur wenige vorkommen. Häufig sind alle Theile der Euphor-biaceen von einem scharfen Milchsafte durchzogen, ihre Blät-ter stehen gegen einander über oder abwechselnd und sind inder Regel mit Afterblättchen versehen, meistens sind sie ein-fach, weit seltner zusammengesetzt. Die Blumen entwickelnsich aus den Blattwinkeln, oder an den Enden der Zweige,sie sind meistens von Deckblättchen umgeben und bisweilenmit einer besondern Hülle versehen, einhäusig oder diclinisch.Der Kelch ist öfters einblätterig und in 4, 5 6 Segmentezerschnitten, selten besteht er aus zwei oder mehreren be-sondern Blättchen oder fehlt ganz; meistens ist er innen mitdrüsigen oder schuppenfönnigen Anhängseln versehen. DieBlumenblätter (oder blumenblattähnlichen Anhängsel) fehlenmeistens ganz, bisweilen sind ihrer eben so viele vorhanden,als Kelchsegmente, mit denen sie alterniren, seltner ist ihreZahl gröfser, und am seltensten sind sie an der Basis miteinander verwachsen. Im 31ittelpunkte der männlichen Blumenstehen die Staubgefäfse in unbestimmter oder öfters bestimmterZahl, bisweilen sind sie unter dem Rudiment des Pistills be-festigt; die Staubfäden sind frei, oder verwachsen, die Staub-beutel zweifächerig, und diese Fächer öffnen sich nach aufsender Länge nach. In der weiblichen Blume befindet sich einsitzender, oder sehr selten gestielter, zwei- bis dreifächerigerFruchtknoten, welche Fächer um den centralen Fruchtträger imKreise geordnet sind. Die Eichen sind einzeln oder gepaartam inncrn Winkel unter der Spitze befestigt. Griffel findensich so viele als Fächer des Fruchtknotens, bald stehen sieeinzeln, bald sind sie zu einem einfachen oder getheiltenStrange verwachsen, seltner fehlen sie ganz. Die Narbe isteinfach oder in mehrere Lappen gespalten. Die Fruchthülleist entweder dünne faserig, oder fleischig, sie enthält 2 3oder mehrere Kammern [coccij, die bald in sich abgeschlos-sen , elastisch (als Springfrucht) von der gemeinschaftlichenstehen bleibenden Achse oder Mittelsäulchen (ColumellaJ sichtrennen, seltner öffnen sie sich gar nicht, und sind zu einervielfächerigen Nufs verwachsen. Die Saamen sind mit einer