Spondiaceae.
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auch dient es zum Räuchern in den Kirchen. Nach Bonastre enthält esflüchtiges Ocl, sehr bittres Extract, organische an Kalk gebundene Mate-rie, Salze mit Kali und Magnesiabase, Harz und Unterharz oder Burse-rine. Nach Guibourt hat diese Drogue viele Aehnlichkeit mit dem (bereitsangeführten) Balsamum Rakasira.
Noch ist hier der schicklichste Ort, den sogenannten Landsombal-sam zu erwähnen, dessen Abstammung unbekannnt ist*), der aber seinerZusammensetzung nach noch am meisten mit dem vorigen übereinstimmt.Perrottet brachte dieses Harz aus dem südlichen Asien mit; die Consistenaist etwas dicker als die des Copaivabalsams , es hat einen starken Geruchund bittern Geschmack. In einer Temperatur von i5 —t8° trennt sich derfrische Landsombalsam in zwei Schichten, die obere ist gelblich, hell,durchsichtig, die untere weifslich und trübe. Bei einer Wärme von36 —4o° vermischen sich beide Schichten, und bilden eine Masse, diegelblich und etwas trübe bleibt. Nach Bonastre besteht dieser Balsamaus flüchtigem Oel, Harz und Unterharz (Burserine), das sich durch seineAnalogie mit dem des Bergzuckerbalsams auszeichnet. Magazin für Phar-macie Bd. 3i. pag. 240.
Die Familie der Spondiaceae Kunth, welche Jussieugleich den vorigen zu den Terebinthinaceen zählte, enthaltdurchaus Bäume, die grofsentheils in den wärmsten Gegen-den von Amerika einheimisch sind, und in dem Baue der Fruchtmit den Cassuvieen übereinstimmen, ohne jedoch deren har-zige und scharfe Säfte zu besitzen. Wir erwähnen nur eineeinzige Art.
Spondias Mombin L., in die Decandria Pentagynia gehörend. Einin "Westindien einheimischer, sehr hoher schöner Baum, mit unpaarig ge-fiederten Blättern, deren Blattstiel flach gedrückt, die Blättchen meistenszehnpaarig, länglich, etwas gezähnt und parallel geädert sind. Die wohl-riechenden Blumen stehen am Ende der Zweige in sehr grofsen Trauben,sie haben einen kleinen fünfzähnigen gefärbten Kelch, und eine weifse,flach ausgebreitete Corolle von fünf Blumenblättern. Die Frucht, Mom-bin-Pflaume, oder otahitischer Apfel, ist eine unsern Pflaumenähnliche gelbe Steinfrucht, mit fiinffächeriger rauhschaliger Hülle, vonsüfsem und herbem Geschmacke. Die Abkochung der Rinde hat Dr. Rod-schied als ein treffliches Mittel zum Reinigen der Geschwüre benutzt. DerSatt der Blätter wird gegen Augenentzündungen gebraucht. Auch dioBlumen werden bei Brustkrankheiten u. s. w. angewendet. Fälschlich hatman die gelben Myrobolanen von diesem Baume abgeleitet.
bei Brusihiden gegeben. — Martiny glaubt , dafs das oben nach Martiusbeschriebene Harz nicht von der Hedwigia abstamme, indem es von demßergzuckerbalsam durchaus abweiche.
*) Man hat den Landsombalsam von Augia sinensis Loureiro ableiten wol-len, allein dieser Baum liefert einen an der Luft schwarz werdenden Saft,der als Firnifs dient, wie mehrere andere von Bäumen aus der Gruppe derCassuvieen