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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Roseae.

I

hülle, deren Wände mit dem Kelche vereinigt und somit ausbeiden Organen (Kelch und Fruchtknoten) durch Verwach-sung entstanden, ein eignes Ganze ausmachen.

Familie: ROSEAE Jussieu.

ßoseen.

Es ist schon oben bemerkt worden, dafs Jussieu unterdem Namen der Rosaceen eine sehr grofse Pflanzenfamilie ver-stand, die er wieder in mehrere Unterabtheüungen brachte,zu denen auch die Roseae gehören, die jetzt von den meistenBotanikern als eine eigne Familie angesehen wird, obgleichsie nur die einzige Gattung Rosa in sich schliefst.

Die Rosen sind meistens stachliche Sträucher oder kleineBäumchen, niemals Kräuter, die gröfstentheils in den war-men und gemäfsigten Theilen von Asien und Europa einhei-misch sind. Afrika besitzt deren nur wenige in der nördli-chen Hälfte. Die in dem nördlichen Amerika jetzt vorhande-nen Arten sind vielleicht da nicht ursprünglich einheimisch,und im südlichen Amerika so wie in Neuholland mangeln dieRosen ganz, die überhaupt nur selten den Aequator zu über-schreiten scheinen. Die Blätter stehen zerstreut, häufig sindsie ungleich gefiedert, am Rande gesägt, und der allgemeineBlattstiel mit an seinem untern Theile verwachsenen After-blättchen versehen. Die regelmäfsigen, grofsen, schönenZwitterblumen, die sehr gern an manchen Arten sich füllen,stehen einzeln oder in Doldentrauben an der Spitze derZweige. Die Kelchröhre ist kugelrund oder länglich, obeneingeschnürt, bleibend, mit fünftheiligem Saume, dessen Seg-mente nicht selten blattartig gefiedert sind. Die Höhle desKelches ist mit einer gelblichen Substanz ausgekleidet, dieden Fruchtboden bildend gegen den Schlund hin sich verdickt,so dafs sie denselben fast verstopft (Perigynium Richard]und nur eine kleine Oeffnung für die Griffel übrig läfst. Fünfgrofse, oft ausgerandete, leicht abfallende Blumenblätter, sitzenam Rande des Kelchschlundes, zugleich mit den zahlreichen,in mehrere Reihen geordneten Staubfäden, die kürzer als dieCorolle sind. Zahlreiche Fruchtknoten sitzen in der Kelch-röhre eingeschlossen auf der verdickten Substanz ihrer Wän-de ; jeder trägt an der innern Seite seinen Griffel, der ausdem verdickten Kelchschlunde hervorragt. Die fleischige, vonden Resten des Kelchsaumes gekrönte Rosenfrucht [Alabaster]enthält zahlreiche ovale, vieleckige, knochenharte, zwischenkurzen steifen Haaren (Stuppa] auf dem pulpösen Fruchtbo-den eingebettet, von einer Nabellinie (Rap/teJ durchzogene,Achenien, mit in umgekehrter Stellung hängenden [Semina