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Papilionaceae.
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wird. Nach Nees ist derjenige Balsam, den man sonst in denüfficinen unter dem Namen Opobalsamum verum fand, nichtsanderes als Tolubalsam, auch glaubt er, dafs sowohl M. perui-ferum als M. toluiferum durch Ausfliegen den vveifsen unddurch Auskochen der jungen Aeste den schwarzen Balsamliefern, welche Ansicht auch die Herren Martiny zu theilengeneigt sind *1. Nach Martius wird der weifse peruvianischeBalsam durch Einschnitte in die Rinde des M. peruiferum er-halten, der schwarze aber durch einen Schwelungsprocefsoder durch eine unterirdische Destillation aus den Binden-stücken , Zweigen und Saamengehäusen.
Unter den balsamischen Produktin, die von den beschrie-benen Bäumen abgeleitet zu werden pflegen, sind zu nennen:
1. Perubalsam in Cocosnufsschalen. (Baume duPerou en cocos.) In Deutschland durfte er sich kaum in denApotheken finden, und auch in Frankreich ist er sehr selten.Nach Guibourt wird er durch Einschnitte in den Stamm vonM. peruiferum erhalten, man sammelt ihn in kleinen Cocos-nursschalen, die mit einem harzigen Kitte verklebt in denHandel gebracht werden, er ist halbflüssig, körnig (grume-leux), ziemlich dunkelbraun, von der Consistenz eines dickenTerbenthins, und nur dann durchsichtig, wenn man dünneSchichten auf Glas streicht. Er scheint aus zwei Materienzu bestehen, einer flüssigeren und einer festeren, gleichsamkristallinisch körnigen. Von Geschmack ist er süfs und ge-würzhaft (parfumee) und besitzt einen starken angenehmenGeruch , der gleichsam das Mittel hält zwischen Tolubalsamund flüssigem Storax, von beiden aber dennoch abweicht.
2. Weifser peruvianischer oder indianischerBalsam. Balsam um p er u vi an um seu indi cum album.Dieser Balsam, der jetzt selten acht im Handel vorkommt,[denn was dafür verkauft wird, ist öfter nichts als Copaiva-balsam, J ist in frischem Zustande weifsgelblich. von dünnererConsistenz als Terbenthin, riecht sehr angenehm, der Benzoeund Storax ähnlich, schmeckt etn as scharf harzig und bitter,löst sich leicht in Alcohol und Aether, aus welcher letzterenLösung sieh aber eine weifse Substanz ausscheidet. Bei derDestillation gibt er ein aromatisches ätherisches Oel, aus wel-chem kamphorartige Kristalle (oder Benzoesäure?) anschies-sen. Durch Eintrocknen erhärtet er zu einem röthlichgelben,durchsichtigen, zerbrechlichen Harz, welches in kleinen Kür-bisschalen unter dem Namen weifser trockner peruvia-nischer Balsam, Balsaraum peruvianum seu indi-
*) Men seile Magaz. für Pharm. Bd. 7. pag \Bg Bd. 9 p. 106. BerlinerJahrb. für die Pharm. 1826. 27. Jahrg. 2. Abtheil. p. ao — 2O. Die Nach-richten von Sprengel. Martiny Encjclopädie der medicin. pharmacetU.Rohwaaren- und IVaturalienkunde. Bd. 1. p. go.