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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
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Papilionäceae.

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worden ist, wächst bei Turbaco in einer Höhe von 180 Klaf-tern über dem Meere, in den hohen Savannen bei Tolu , Co-rozal und La Villa de Tacasuen, ferner an der Mündung desFlusses Sina bei El Zapote und einzeln am Ufer des Mägda-lenenflusses bei Garanatas und Mompox in einer Höhe von20 — 200 Klaftern. Es ist ein sehr hoher Baum, dessenStammholz im Innern roth ist und einen balsamischen odervielmehr Rosengeruch besitzt; seine Aeste stehen abwechselndund theilen sich in rundliche, mit Warzen besetzte, aber sonstkahle Zweige. Auch die Blätter zeigen eine alternirendeStellung, sie sind kurz gestielt und abgebrochen gefiedert.Jedes Blatt besteht aus 7 — 8 Paaren Blättchen , die abwech-selnd stehend, kurz gestielt, gleichseitig, zugespitzt, ganz-randig , etwas wellenartig auf- und abgebogen und von netz-artigen Venen durchzogen sind. Sie haben eine glänzendgrüne Farbe, sind häutig, mit durchscheinenden Punkten undLinien bedeckt, und ganz kahl. Das aufserste oder obersteBlattpaar ist gröfser als die übrigen, die Blättchen oval-läng-lich, 3 Zoll lang, 15 Linien breit, die übrigen allmälig klei-ner, länglich, unten zugerundet, 28—34 Linien lang, 11—12Linien breit, die untersten an zwei Zoll lang 5 der gemein-schaftliche Blattstiel ist leicht hin und her gebogen, etwaseckig, glatt, 3 — J-JV2 Zoll lang. Alles Uebrige ist unbe-kannt.

Beide beschriebene Arten liefern officinelle Balsame, undzwar nimmt man gewöhnlich an , dafs von M. peruiferum derweifse, rothe und schwarze peruvianische, von M. Toluiferumaber der Tolubalsam stamme 5 indessen unterliegen diese An-gaben noch mancherlei Zweifel, die nur von Botanikern, wel-che an Ort und Stelle Gelegenheit haben, die Einsammlungdieser balsamischen Produkte mit anzusehen, beseitigt werdenkönnen.

Nach Hippolit Ruiz liefert M. peruiferum sowohl den Peru-,als wie den Tolubalsam. Genau dasselbe behauptet auch derals Botaniker geschätzte englische Naturforscher Lambert,wozu aber noch kommt, dafs der Baum, welchen er unter demNamen Myroxylon peruiferum abbilden liefs, nicht der unterdiesem Namen oben beschriebene, sondern Myroxylon pu-bescens Kunth ist, eine in Columbien einheimische Art mitkurz behaarten Aesten und Blattstielen; die Blätter sind obenglatt, unten weich behaart, längisch, am Grunde schwachherzförmig, nach oben schmäler und ausgerandet, sonst istder Baum allerdings dem Linneischen M. peruiferum sehr naheverwandt. ISach Achill Richard ist der weifse peruvianischeBalsam und Balsamum tolutanum eine und eben dieselbe Dro-gue. Nach Thomson, dem die Herren Merat und Lens bei-stimmen, ist der Tolubalsam identisch mit derjenigen Sortedes peruvianischen, welcher in Cocosnufsschalen verschickt