Papayaoeae.
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ser 0,774, Stärkmehl 0,072, Gummi 0,024, Zucker 0,020, Eiweifs 0,010Gallertsäure 0,012, Faserstoff' 0.080, sodann basische Salze von Kali, Am"moniak, Kalk und Eisen.
Feuillea cordifolia L., in die Dioecia Pentandria gehörend, einein Westindien einheimische, hochrankende Pflanze mit herzförmigen zuge-spitzten, ganzen oder schwach dreilappigen, etwas gesägten Blättern, inTrauben stehenden gelben Blumen und grolsen ovalkugeligen Kiirbisfrüch-ten, die bitter sind und drastisch wirken. Die Saamen kennt man unterdem Warnen Semina Nbandirobae, sie sind nach Guibourt fast 2 Zollbreit, flach, dünn am Rande, ihre Decke ziemlich dick und lederartig,braungelb, unter ihr liegt der gelbliche und bittre Kern. Nach Drapiezenthalten dieselben fettes Oel, Schleim, Faserstoff, Satzmehl, Extractiv-stoff, Harz u. s. w. Diese Nhandiroben-Saamen sollen ein Gegengift gegenGiftsumach, Schierling und Krähenaugen seyn, nicht minder gegen dasGift der Mancinella und selbst der Klapperschlange. Nach Wright lieferndie Saamen der Feuillea seandens auch ein Oel oder Fett, das so weifsund hart wie Talg ist, auch gleich diesem benutzt werden kann. (TJsteriMagazin für Botanik 1788. p. i43. Richard med. Botanik. 2. p 578.
Tayuya oder Abobora do mato heifst in Brasilien eine Pflanze,die nach dem Berichte des Herrn Soulie zu Rio de Janeiro in die Fami-lie der Cucurbitaceen und wahrscheinlich in die Gattung Bryonia gehört.Ihre Wurzel ist fleischig, sehr dick und wiegt bisweilen an 3o Pfund. DieLandleute bedienen sich ihrer als Brech und Purgirmittel, und Herr S.nimmt keinen Anstawl, sie der Cainca und der Ipccacuanha an die Seitezu setzen. Es hat jedoch diese Wurzel das sehr Unangenehme, dafs siesehr bald in Fäulnifs übergeht. Der wirkende Bestandteil scheint einHarz zu seyn, welches Herr Soulie abschied, und dessen sich einigeAerzte in Rio de Janeiro mit Erfolg bedienten.
Die Familie der Papayaceae Martins, über derenStellung 1 im System die Botaniker bisher nicht einig waren,besteht aus südamerikanischen astlosen Bäumen, welche einenscharfen Milchsaft enthalten, und in Hinsicht des Ansehens derFrucht mit den Cucurbitaceen eine nicht zu verkennende Ver-wandtschaft zeigen. Wir haben hier nur eine einzige Artzu erwähnen.
Carica Papaya L., gemeiner Melonen- oder Papaya-Baum, in dieDioecia Dccandria gehörend; er ist ursprünglich in Südamerika einheimisch,kommt aber jetzt in allen Tropcnländern eultivirt und verwildert vor. Esist ein etwa 12 _ 20 Fufs hoher Baum, mit einfachem, selten etwas ästi-gem, saftigem, milchendem Stamme, aschgrauer, faseriger Rinde, band-förmigen, grolsen, fang gestielten, siebenlappigen Blättern, mit länglichzugespitzten, buchtigen Segmenten. Die männlichen Blumen stehen in trau-benförmigen Dolden, der Beleb ist fünfzähnig, die Corolle trichterförmig,mit 10 abwechselnd kürzeren Staubgefäßen ; die weiblichen Blumen habenflinfzähnige Kelche und tief fiinftheilige Blumenkronen. Die Frucht istfleischig, von dem Ansehen einer Melone oder Kürbisses, so grofs wie einKindskopf, sie enthält eiförmige, gefurchte, von einer Haut umgebeneSaamen. Der scharfe, bitterliche, wie Mandeln riechende Milchsaft derunreifen Frucht dieser Pflanze wird gegen den Bandwurm und andereEingeweidewürmer gebraucht. Die reifen Früchte schmecken angenehmund werden wie Melonen gegessen. Unreif macht man sie gleich Gurkenein. Die Saamen haben einen kümmelähnlicben Geschmack.
Geigers Pharmacie II. 2. (a<e Aufl.)
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