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Cucurbitaceae.
dieser letzteren Benennung verstehen die Franzosen eine roth-fleischige längliche Varietät der Cucurbita Pepo, die auchCitrouIIe irognoise und Courge de saint Jean heifst. Zumofficinellen Gehrauche dienen besonders jene Kürbissaamen,die vom Giraumont vert d'Espagne kommen. Sie sind gröfserals unsre gewöhnlichen Kürbissaamen, auf der einen Seitemit einer flächen Naht versehen, während auf der anderndrei ziemlich starke Streifen bemerklich sind, die sich jedochnicht auf allen Exemplaren finden.
Die exotischen Giraumont -Saamen sind nach Martius biseinen halben Zoll lang, 3 — 4 Linien breit, am Rande miteiner seichten Furche versehen, unten etwas spitz. Sie glei-chen in der Form den gemeinen Kürbiskernen ganz, nur sindsie kleiner, geruchlos und von schleimig - öligem , wenig bit-term Geschmacke. Auch sie dürften von einer Varietät derCucurbita Pepo herrühren, um so mehr, da Dr. Hoaran aus-drücklich versichert, dals auf Isle de France die Saamen einerCucurbita gegen den Bandwurm gebraucht würden, die nichtsanderes sey, als eine kleine Varietät des gemeinen Kürbisses.(Die neuesten Entdeckungen in der Materia medica. 2. Aufl.pag. 217.)
Anwendung Die Saamen des gemeinen Kürbisses dienen ganz wie dieder Lagenaria vulgaris j sie gehen gegen die Hälfte eines röthlichen milden Oeles,welches wie Baum - und Mandelöl benutzt werden kann. Das süfsliche Fleischwird auf mancherlei Art zubereitet, mit Milch gekocht (Kürbisbrei) u. s. w.vom Landvolk genossen. Der Saft kann auf Svrup und Zucker benutzt werden*).Die Früchte sind ein vortreffliches Futter für das Vieh. Die jungen Sehöfslingeder Stengel können als Gemüse genossen werden.
Geschichte. Gewöhnlich nimmt man an, dafs Pepo des Dioscoridesunser gemeiner Kürbis sey. Ist diese Ansicht richtig, so hat die Kürbiswurzeleine gleiche emetische Kraft, wie die der Melonen. Zu einer Drachme gab mauradix Peponis mit Honigwasser als Brechmittel. Die römischen Schwelger hattendie eben nicht löbliche Gewohnheit, nach Tische ein Emeticum zu nehmen,lim den Schmaus wieder von vorne anfangen zu können; ein dazu passendes ganzmildes Mittel ist, wie Dioscorides sagt, die Wurzel des Pepo in der Dosis vonzwei Oboli genommen.
Cucurbita ceratoereas Haberle wird seiner schmackhaftenFrucht wegen in Brasilien eultivirt, eben so die auch in Deutschland be-kannt gewordene Cucurbita Succado. Man sehe Magazin für Pharmacie.Bd. 22. pag 286. Bd. 24. pag. 261.
Scchium edule Swartz oder Sicyos edulis Swartz, von Spren-gel in die Monadelpbia Pentandria gerechnet, ist eine in Westindien über-all eultivirte, unter dem Namen Chocho oder Chajatl bekannte kürbisar-tige Pflanze (Chayota edulis Jacquin). Die Früchte sind bald weifs, baldgelb, licht oder dunkelgrün, glatt, mit wenig oder vielen Stacheln be-setzt, von der Gröfse eines Hübnereies, kugel- oder eirund, bisweilen weitgröfser, bis 2 Pfund wiegend. Die Mexikaner bereiten diese Früchte zurSpeise so vielfältig zu, wie wir die Kartoffeln, auch werden sie eben soallgemein von Armen und Beichen gegessen. Auch die Wurzel dient zurSpeise und enthält nach der Untersuchung des Pharmaceuten Ledanois20—25 Proc. Satzmehl. In 1000 Theilen der Früchte fand derselbe Was-
*) Ueber Zucker aus Melonen sehe man Brandes Archiv Bd. 24. pag io3.